FPÖ – Schmiedlechner: „EU-Beitritt der Ukraine wäre Todesstoß für Österreichs Landwirtschaft!“

Wien (OTS) – „Sind ÖVP-Bauernbundpräsident Strasser,
ÖVP-Landwirtschaftsminister
Totschnig und die Bauernbund-Schickeria nur noch mit Feiern
beschäftigt oder bereits im Urlaub?“, kritisierte heute FPÖ-
Agrarsprecher NAbg. Peter Schmiedlechner angesichts des Starts
weiterer EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldawien.

„Mit großer Sorge beobachten wir die aktuellen Entwicklungen rund
um die geplante EU-Erweiterung. Während in Brüssel bereits die
nächsten Verhandlungsschritte eingeleitet werden, herrscht vonseiten
des Bauernbunds und des Landwirtschaftsministeriums völliges
Schweigen zu den massiven Auswirkungen auf die heimische
Landwirtschaft“, so Schmiedlechner. Besonders unverständlich sei,
dass die Verlierer-Ampel den Beitrittsverhandlungen mit einem Land
zustimme, das sich mitten in einem Krieg befindet.

„Die Ukraine verfügt über riesige Agrarflächen und produziert
unter völlig anderen Rahmenbedingungen als unsere bäuerlichen
Familienbetriebe. Bereits heute setzen billige Importe aus der
Ukraine und anderen Drittstaaten die österreichische Landwirtschaft
massiv unter Druck. Die Folgen sind sinkende Erzeugerpreise,
steigender wirtschaftlicher Druck auf die Betriebe und ein
zunehmendes Höfesterben. Gleichzeitig profitieren weder die Bauern
noch die Konsumenten von diesen Importen. Die Produzenten erhalten
immer weniger für ihre Produkte, während die Verbraucher weiterhin
hohe Preise bezahlen“, kritisierte Schmiedlechner.

Ein EU-Beitritt der Ukraine würde diese Entwicklung dramatisch
verschärfen. Er wäre der Todesstoß für viele österreichische
Familienbetriebe, so der freiheitliche Agrarsprecher: „Agrarkonzerne
mit zehntausenden Hektar Fläche würden künftig direkt mit unseren
kleinstrukturierten Betrieben konkurrieren. Gleichzeitig drohen
massive Verschiebungen bei den EU-Agrarförderungen zulasten der
heimischen Landwirtschaft. Gerade deshalb wäre es die Aufgabe von ÖVP
-Landwirtschaftsminister Totschnig und ÖVP-Bauernbundpräsident
Strasser, die Interessen unserer Bauern entschlossen zu verteidigen
und offen darzulegen, welche Folgen eine derartige Erweiterung für
Österreich hätte. Doch von beiden hört man derzeit nichts zu dem
Thema.“

Während die ÖVP schweige, erwarteten sich die heimischen Bauern
Antworten und Planungssicherheit: „Wie sollen österreichische
Familienbetriebe gegen Agrargroßstrukturen mit völlig anderen
Auflagen und Produktionskosten bestehen? Wer schützt unsere hohen
Qualitäts- und Produktionsstandards vor weiterem Preisdruck? Und
welche finanziellen Folgen hätte eine EU-Erweiterung für die
Verteilung der Agrarförderungen?“, fragte Schmiedlechner und weiter:
„Österreich darf einer solchen Erweiterung nicht zustimmen. Die
Interessen der österreichischen Landwirtschaft sowie die Versorgung
der Bevölkerung mit gesunden, regionalen Lebensmitteln müssen Vorrang
vor den politischen Prestigeprojekten in Brüssel haben.“

„Totschnig, Strasser und die gesamte Verlierer-Ampel haben die
heimischen Bauern in den vergangenen Jahren im Stich gelassen.
Anstatt ständig neue Belastungen zu verursachen, sollten sie sich für
ihre Untätigkeit entschuldigen und zurücktreten, um den Weg für
Neuwahlen und einen Systemwechsel mit Volkkanzler Herbert Kickl
freizumachen“, so Schmiedlechner.