Fußball-WM: Task-Force zieht erfolgreiche Bilanz

Wien (OTS) – Nach mehr als 100 Spielen und dem Abschluss der
FIFA-Fußball-
Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den USA zieht das
Bundesministerium für Inneres (BMI) gemeinsam mit dem
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
(BMEIA) sowie den Partnern ÖFB, ORF und Sports Media Austria (SMA)
eine positive Bilanz.

Die interministerielle Task-Force, die von Gruppenleiter Günther
Marek in enger Abstimmung mit der Bundespolizeidirektion geleitet
wurde, koordinierte den operativen Einsatz. Sowohl an den Spielorten
rund um die Spiele der österreichischen Nationalmannschaft als auch
sämtliche Public-Viewing-Veranstaltungen in Österreich verliefen ohne
nennenswerte sicherheitsrelevante Vorfälle.

Am 20. Juli 2026 wurde die Bilanz präsentiert sowie der
langjährige Gruppenleiter für Öffentlichkeitsarbeit,
Veranstaltungsmanagement und Sportangelegenheiten, Günther Marek, von
Innenminister Gerhard Karner in den Ruhestand verabschiedet.

Für Innenminister Gerhard Karner zeigte der reibungslose Ablauf
der Fußball-WM die hohe Qualität der internationalen Polizei-
Zusammenarbeit: „Die bei der WM eingesetzten österreichischen
Polizisten haben hervorragende Arbeit geleistet. Die Zusammenarbeit
mit den amerikanischen Sicherheitsbehörden und den Einsatzkräften vor
Ort hat ausgezeichnet funktioniert. Dadurch wurde die Sicherheit für
die mitgereisten Fans und Spieler sowie den Betreuerstab des
Nationalteams sichergestellt.“

Josef Pröll, ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender, hob die zentrale
Rolle der Task-Force hervor: „Die Task-Force hat bei der FIFA-WM eine
zentrale Rolle für den ÖFB und die tausenden Fans vor Ort in den USA
eingenommen. Die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen hat
wesentlich dazu beigetragen, dass wir uns jederzeit hervorragend
begleitet und unterstützt gefühlt haben. Besonders freut mich, dass
unsere Fans das Nationalteam nicht nur großartig unterstützt, sondern
Österreich auch als sympathische und leidenschaftliche Fußballnation
repräsentiert haben. Mein herzlicher Dank im Namen des ÖFB gilt allen
Beteiligten, die mit großem Engagement an diesem Projekt gearbeitet
haben.“

Bernhard Neuhold, Geschäftsführer der ÖFB Wirtschaftsbetriebe
GmbH, bestätigte die hohe Qualität der Zusammenarbeit: „Die operative
Zusammenarbeit innerhalb der Task-Force hat vor und während der
gesamten Weltmeisterschaft hervorragend funktioniert. Klare
Zuständigkeiten, kurze Kommunikationswege und der laufende Austausch
aller beteiligten Stellen haben es ermöglicht, dass wir uns voll auf
die Betreuung unserer Mannschaft und unserer Fans konzentrieren
konnten. Die österreichischen Polizeibeamten vor Ort waren dabei eine
wertvolle Ergänzung zu den FIFA-Sicherheitsstrukturen und eine
wichtige Schnittstelle zu den österreichischen sowie lokalen
Behörden. Gerade nach den intensiven Diskussionen im Vorfeld der WM
hat sich gezeigt, wie essenziell die umfassende Vorbereitung und das
enge Zusammenspiel aller Partner waren.“

Gruppenleiter Günther Marek verwies auf die monatelange,
akribische Vorbereitungsphase und das engmaschige
Informationsnetzwerk der beteiligten Institutionen: „Ein solches
Turnier über drei Nationalstaaten hinweg verlangt abgestimmte,
interministerielle Prozesse in Echtzeit. Durch die enge Kooperation
von Innenministerium, Außenministerium, ÖFB, ORF und Sports Media
Austria ist es uns gelungen, eine lückenlose Informationskette zu
etablieren. Wir haben eine zentrale Plattform geschaffen, die
präventiv gewirkt und im Anlassfall sofortige, koordinierte
Reaktionen ermöglicht hat. Diese strukturierte Zusammenarbeit stellt
einen Meilenstein für die Steuerung komplexer internationaler
Großveranstaltungen dar.“

In Hinblick auf die ministerienübergreifende Zusammenarbeit
ergänzte Marek: „Das Außenministerium hat eine wichtige Rolle
gespielt. Umso erfreulicher ist, dass es im gesamten Verlauf zu
keinen konsularischen Vorfällen mit österreichischen Staatsbürgern
kam. Ich bedanke mich herzlich bei allen Task-Force-Mitarbeiterinnen
und -Mitarbeitern und Partnern für die gute, langjährige
Zusammenarbeit.“

Peter Scheibner, Leiter der Abteilung für polizeiliche
Sondereinsätze, erläuterte die tief verwurzelte Struktur der Task-
Force, die sich bereits bei früheren Großereignissen wie Olympia oder
Europameisterschaften bewährt hat: „Die Task-Force war auch diesmal
ein Erfolgsmodell für eine effektive Zusammenarbeit zur
Gewährleistung der Sicherheit des ÖFB-Teams und der österreichischen
Fans.“

Maßgeschneiderter Schutz für Nationalteam und Fans

Durch das engmaschige Informationsnetzwerk zwischen dem
nationalen Lagezentrum in Wien, den entsandten Experten im
International Police Cooperation Center (IPCC) in den USA, dem
Außenministerium sowie dem operativen Team vor Ort konnten die
Lageentwicklungen in Echtzeit verarbeitet und weitergeleitet werden.

Als direkter polizeilicher Ansprechpartner begleitete Brigadier
Ernst Albrecht das Nationalteam im Base Camp in Santa Barbara sowie
an den Spielorten. Er betonte die Herausforderungen des Einsatzes,
bei dem die unterschiedlichen Bedürfnisse von FIFA, US-Behörden und
Fans koordiniert werden mussten.

Ebenso erfolgreich gestaltete sich die Zusammenarbeit im Bereich
der Medienbetreuung: Der eigens eingerichtete Direktkanal für
akkreditierte österreichische Medienvertreterinnen und
Medienvertreter stellte in Kooperation mit der
Sportjournalistenvereinigung Sports Media Austria (SMA) und dem ORF
sicher, dass die Berichterstattung vor Ort reibungslos und sicher
funktionierte.

Würdigung für Gruppenleiter Günther Marek

Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser Weltmeisterschaft ging
auch das letzte große sportliche Einsatzprojekt von Gruppenleiter
Günther Marek zu Ende. Marek wird mit September 2026 in den Ruhestand
treten.

Seine Laufbahn im öffentlichen Dienst begann 1985 als
Polizeijurist. Er zeichnete seither für wesentliche Meilensteine des
Ressorts verantwortlich: vom Aufbau des Aufbaustabes für den
Zentralen Kriminalpolizeilichen Dienst sowie der federführenden
Konzeption der zentralen Kriminalpolizeilichen Assistenzdienste (
Observation, verdeckte Ermittlung, Computerkriminalität) im
Bundeskriminalamt über die Etablierung der modernen Rechtsinstrumente
im Sicherheitspolizeigesetz (Gefährderansprache, Meldeverpflichtung).

Ein Meilenstein war seine Rolle als operativer Projekt- und
Einsatzleiter des BMI-Stabs bei der EURO 2008. Auch war er
Vizepräsident des ständigen Unterausschusses des Europarates gegen
Gewalt bei Sportveranstaltungen und leitete während der
österreichischen EU-Präsidentschaft die europäische Expertengruppe
für Sicherheit bei Sportgroßveranstaltungen.

Seit September 2016 leitet er die Gruppe I/C. Im Laufe seiner
Karriere leitete er sechs interministerielle Task-Forces bei
internationalen Sportgroßereignissen. Innenminister Gerhard Karner
sprach Günther Marek seinen Dank aus.