Götze/Grüne: Hanke muss bei Aufarbeitung der ICE-Panne von Juli 2025 Gas geben

Wien (OTS) – „Wir begrüßen die Aufarbeitung der ICE-Panne vom Juli
2025. Leider
lässt der nun vorliegende Zwischenbericht von Bundesminister Hankes
Ressort zur völlig missglückten Bewältigung der Panne aber auch nach
10 Monaten noch viele Fragen offen. Unter anderem auch, warum das
Aufsichts-Ministerium BMIMI erst drei Tage nach dem Vorfall tätig
wurde. Der Bericht macht aber auch um entscheidendere Fragen einen
Bogen. Wenn Busse zu falschen Notausgängen dirigiert werden,
praktische Evakuierungsübungen fehlen, Grundsatzklärungen mit der
Feuerwehr fehlen und vieles mehr, müssten nach 10 Monaten längst
bessere Lösungen durchgesetzt sein. Da muss Minister Hanke auch
gegenüber den ÖBB mehr Gas geben“, unterstreicht Elisabeth Götze,
Verkehrssprecherin der Grünen, den heutigen Bericht des ORF-
Morgenjournals.

„Sehr bedenklich ist auch, dass offenbar die (Fern-)Kontrolle, ob
Notausstiege und Querschläge zwischen Tunnelröhren geöffnet wurden
oder werden, nicht systematisch oder gar lückenlos stattfindet und
dazu noch die Fernprüf-Einrichtungen mehrfach defekt waren ohne dass
dies zuvor bekannt war. Die entsprechende Leitstelle wurde überhaupt
erst nach fast 3 Stunden verständigt – da schrillen bei kritischer
Infrastruktur alle Alarmglocken“, betont Götze. Was in einem
derartigen Fall los wäre, wenn es sich um einen Zug ohne oder ohne
entsprechend ausgebildete Zugbegleiter:innen handelt, mag man sich
gar nicht vorstellen.

„Ich appelliere an Bundesminister Hanke: Die Arbeit ist nicht mit
Bänderdurchschneiden bei Neubauprojekten erledigt, sondern
entscheidend ist, dass Betrieb und Abläufe auch im Falle einer Panne
sicher und verlässlich funktionieren. Das ist entscheidend, um
Fahrgäste und Mitarbeiter:innen – und nicht nur die Bauindustrie – in
die Verkehrswende mitzunehmen“, so Götze.