Wien (OTS) – Die heute veröffentlichten Quartalsgewinne der OMV
unterstreichen,
dass bei der Verlängerung der Spritpreisbremse am falschen Ende
angesetzt wurde, kritisiert die Umweltschutzorganisation Greenpeace.
Im Gegensatz zur anfänglichen Regelung werden Tankstellenmargen nicht
mehr begrenzt. Stattdessen wird die fossile Inflation rein über
Steuersenkungen und somit aus dem öffentlichen Budget ausgeglichen.
Die Gewinnspannen der Mineralölkonzerne bleiben unangetastet.
Entgegen früheren Aussagen des OMV-Chefs Albert Stern, nicht von der
Krise profitieren zu wollen, belegen die heute veröffentlichten
Quartalsergebnisse das Gegenteil. Denn die Gewinne sind auch auf die
gestiegenen Rohöl- und Gaspreise zurückzuführen. Greenpeace fordert
von Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer eine dauerhafte Steuer auf
fossile Profite, sowie eine Spritpreisbremse, die über Margen, und
nicht über Steuergeld finanziert wird.
Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace in
Österreich „Minister Hattmannsdorfer betreibt Raubbau am Budget,
während er die Krisen-Gewinne klimaschädlicher Öl- und Gaskonzerne
wie der OMV schützt. Eine echte Spritpreisbremse muss dort ansetzen,
wo Abzocker von der Krise profitieren: Wir fordern eine Profitsteuer
für fossile Konzerne und einen verlässlichen Margendeckel, statt
Millionen an Steuergeldern in den Geldbeutel börsennotierter
Klimasünder zu stecken.“
Inhalte auf einen Blick:
Thema: Anlässlich der Veröffentlichung der neuen OMV-Quartalsgewinne
kritisiert Greenpeace die Verlängerung der Spritpreisbremse über
Steuersenkungen anstelle einer Deckelung der Tankstellenmargen.
Kritik: Die Spritpreisbremse wird rein über das öffentliche Budget
finanziert. Die Gewinnspannen der Mineralölkonzerne und Tankstellen
bleiben trotz gestiegener Rohöl- und Gaspreise unangetastet.
Hauptforderung: Einführung einer dauerhaften Profitsteuer für fossile
Konzerne sowie ein verlässlicher Margendeckel anstelle der
Finanzierung durch Steuergelder.
Akteur:innen / Adressat: Mineralölkonzern OMV und Wirtschaftsminister
Hattmannsdorfer.
Quelle: Greenpeace Österreich