Hanger: Hafenecker setzt steuerfinanzierte blaue „Wandertage“ ungeniert fort

Wien (OTS) – “Ob Kuala Lumpur, Berlin oder nun Rossatz – FPÖ-Kollege
Hafenecker
setzt die blauen ‘Wandertage’, die vorzugsweise beim Reisebüro
‘Steuerzahlerinnen und Steuerzahler’ gebucht werden, ungeniert fort”,
betont ÖVP-Abgeordneter Andreas Hanger, der an der Spitze der
Untersuchungsausschuss-Fraktion der Volkspartei steht, zum
Ladungsverlangen der Freiheitlichen. Es sei schwer zu verstehen, was
ein Lokalaugenschein in der niederösterreichischen Gemeinde Rossatz
zur Aufklärung im Fall des verstorbenen früheren Sektionschefs
Christian Pilnacek beitragen solle, ebenso wie die verlangte Ladung
eines Baggerführers.

Hanger weiter: “U-Ausschüsse sind das schärfste parlamentarische
Kontrollinstrument und sind als solches mit der gebotenen Seriosität
zu behandeln. Bei der FPÖ hat man allerdings den Eindruck, dass man
sich lieber im Stile von Groschenroman-Detektiven inszenieren will,
statt im Sinne der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler effiziente
Aufklärungsarbeit zu leisten.” Klar sei, so der ÖVP-Mandatar mit
Nachdruck, dass U-Ausschüsse nicht dazu da seien, Ausflüge mit
Steuergeldern zu finanzieren.

Zu begrüßen sei aber die verlangte Ladung von Karin Wurm, der
Kurzzeitfreundin Pilnaceks. “Frau Wurm ist aufgrund ihrer
widersprüchlichen Aussagen und Interpretationen eine Auskunftsperson,
die es jedenfalls ausführlich zu befragen gilt.” Die Volkspartei
behalte sich das Recht vor, selbst weitere Personen in den
Untersuchungsausschuss zu laden, wenn diese der Aufklärung dienlich
seien. “Uns geht es um Fakten und um sachliche Arbeit – das ist
unsere Verantwortung gegenüber dem Land und der Bevölkerung. Die FPÖ
hingegen versteigt sich am Rande ihrer Ausflüge am liebsten in
Spekulationen und Verschwörungstheorien.” (Schluss)