Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser arbeiten in neuem Austro-„Tatort“ am 26. April in ORF 2 „Gegen die Zeit“

Wien (OTS) – Auf Skepsis und Ablehnung stoßen Harald Krassnitzer und
Adele
Neuhauser am Sonntag, dem 26. April 2026, um 20.15 Uhr in einer ORF-2
-Premiere und auf ORF ON an ihrem neuesten – und vorletzten
gemeinsamen – „Tatort“. Die Publikumslieblinge sind im Rennen „Gegen
die Zeit“, wenn es neben der Aufklärung des Mordes an einem auf den
zweiten Blick umstrittenen Leiter einer sozialpädagogischen WG für
männliche Jugendliche auch den schwierigen Spagat zwischen
Entschlossenheit und Einfühlungsvermögen zu meistern gilt. Bei der
Ermittlungsarbeit ist Ausdauer gefragt, denn die Bewohner der
Einrichtung haben negative Erinnerungen an frühere Zusammentreffen
mit der Polizei und sind dementsprechend unkooperativ. Von den
Betreuern ist auch kein Entgegenkommen zu erwarten, sie wollen das
Vertrauen der Jugendlichen schließlich nicht aufs Spiel setzen.

Bei den Dreharbeiten standen im September und Oktober 2025 in
Wien neben Harald Krassnitzer (in seinem 62. Fall) und Adele
Neuhauser (in ihrem 38. Fall) u. a. wieder Christina Scherrer sowie
Roland Silbernagl, Augustin Groz, Ayo Aloba, Emre Cakir, Alperen Köse
und Tristan Witzel vor der Kamera. Im Regiesessel nahm nach dem Fall
„Dein Verlust“ zum zweiten Mal Katharina Mückstein Platz. Das
Drehbuch stammt von Katharina Mückstein und Hermann Schmid.

Regisseurin und Drehbuchautorin Katharina Mückstein: „Mit viel
Einfühlungsvermögen und analytischem Verstand vorgehen“

„Der Leiter einer Wohneinrichtung für Jugendliche wird erschlagen
aufgefunden und Bibi und Moritz müssen herausfinden, wer es war.
Einer der Jugendlichen ist ausgerissen und steht unter Verdacht, aber
alle anderen, die in der Mordnacht anwesend waren, könnten es auch
gewesen sein. Die beiden müssen mit viel Einfühlungsvermögen und
analytischem Verstand vorgehen. Dabei tauchen sie in die Erzählungen
der befragten Personen ein, als ob sie selbst dabei gewesen wären.“
Und weiter: „Bei diesem Fall geht es einerseits darum, dass die
Wahrheit subjektiv ist. Andererseits behandelt der Film auch so etwas
wie Zerbrechlichkeit an den Rändern der Gesellschaft. Die Jungen, die
hier unter Verdacht geraten, aber auch die Sozialarbeiter müssen sich
mit dem herumschlagen, wo die Gesellschaft versagt. Es geht um diese
gefährliche Situation von jungen Menschen, wo schon ein kleiner
Fehltritt schlimme Konsequenzen haben kann, zum Beispiel kein Dach
mehr über dem Kopf zu haben.“ Über „Gegen die Zeit“ als ihre zweite
„Tatort“-Regiearbeit nach „Dein Verlust“ sagt sie: „Beide Filme haben
mir Spaß gemacht und ich habe mich sehr gefreut, dass ich vor deren
‚Tatort‘-Pension noch einmal mit Adele Neuhauser und Harald
Krassnitzer arbeiten konnte. Die beiden sind einfach tolle
Kolleg:innen.“ Zur „Tatort“-Reihe: „Der ‚Tatort‘ – insbesondere der
Wien-‚Tatort‘ – ist ein Format, das uns als Filmemacher:innen
vergleichsweise viel Freiheit bietet. Ich finde es toll, dass manche
Folgen komödiantisch, andere wie ein Thriller funktionieren, andere
mehr in Richtung Drama gehen. Hoffentlich bleibt das auch mit dem
neuen Team so!“

Mehr zum Inhalt

David Walcher (Roland Silbernagl), der Leiter einer
sozialpädagogischen Wohngemeinschaft für Jugendliche, wird in den
Nachtstunden unweit der Einrichtung niedergeschlagen. Als er am
nächsten Morgen von einer Anrainerin tot aufgefunden wird, ist allen
klar: Es wird nicht ohne Polizei gehen. Dass das ein Problem
darstellt, erfahren Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi
Fellner (Adele Neuhauser) sehr bald am eigenen Leib. Die Betreuer
Femi (Ayo Aloba), Aras (Emre Cakir) und Simon (Augustin Groz) glauben
zwar im Wesentlichen an den Rechtsstaat und seine Institutionen, sie
haben aber die Aufgabe, auch nach den abgeschlossenen Ermittlungen
weiter für ihre „Buben“ da zu sein und können es sich daher nicht
leisten, ihre mühsam gewonnene Arbeits- und Vertrauensbeziehung zu
den Jugendlichen zu opfern. Die Bewohner des Heims, männliche
Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, stehen der Polizei sowieso von
vornherein feindlich gegenüber, auf Kooperation brauchen die
Ermittler:innen also gar nicht erst zu hoffen. Und trotzdem gelingt
es Moritz und Bibi mit viel kriminalistischem Gespür, Hartnäckigkeit
und Empathie, die Ereignisse am Sonnenhof nach und nach zu
rekonstruieren.

David war beispielsweise alles andere als ein unumstrittener
Leiter. Seine Ex-Frau hat ihn nur deshalb nicht angezeigt, weil er
sonst seinen Job in der Sozialbranche verloren hätte. Sein
Mitarbeiter Femi ist schwer enttäuscht von ihm, weil ihn David nicht
gegen rassistische Beschimpfungen in Schutz genommen hat. Einer der
Bewohner, der 16-jährige Cihan (Alperen Köse), ist wiederum seit der
Mordnacht wie vom Erdboden verschluckt und damit einer der ersten
dringend Tatverdächtigen. Wenn auch nicht der einzige, denn der 17-
jährige Leon (Tristan Witzel) hat gröbere „Wickel“ sowohl mit David
als auch mit den anderen Jugendlichen. Allen gemeinsam sind eine
alarmierend schlechte Impulskontrolle und jede Menge schlechte
Erfahrungen mit der Polizei. Die können Moritz und Bibi leider auch
nicht wettmachen, sie müssen sowohl den Betreuern als auch den
Jugendlichen unangenehme Fragen stellen und sie mit weiteren
Erkenntnissen konfrontieren. Bei Cihan kommt noch dazu, dass er mit
hoher Wahrscheinlichkeit in Schwierigkeiten gerät, je länger er aus
der WG verschwunden bleibt und auf der Straße lebt. Moritz und Bibi
müssen Davids Mörder finden, bevor womöglich die nächste Katastrophe
im oder rund um den Sonnenhof passiert.

„Tatort – Gegen die Zeit“ ist eine Produktion von KGP im Auftrag
des ORF.

„Dann sind wir Helden“: Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser
noch 2026 in ihrem letzten Austro-„Tatort“-Einsatz

Der letzte gemeinsame Fall von Österreichs „Tatort“-Kultduo
Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser wird noch im zweiten Halbjahr
2026 im ORF zu sehen sein. „Dann sind wir Helden“ heißt es, wenn die
beiden Publikumslieblinge ihren Dienst auf eigenen Wunsch quittieren.

„Tatort“ zum Streamen auf ORF ON

Der neue Österreich-Krimi „Gegen die Zeit“ ist ab TV-Ausstrahlung
am Sonntag, dem 26. April, um 20.15 Uhr auch auf ORF ON verfügbar.
Eine Auswahl weiterer „Tatort“-Filme ist ebenfalls auf ORF ON zu
finden.