Wien (OTS) – „Europa investiert aufgrund der geopolitischen Lage
massiv in seine
eigene Sicherheit. Unsere Neutralität steht dabei außer Frage und
wird nicht angetastet. Gleichzeitig darf sie aber nicht dazu führen,
dass überbordende Bürokratie oder unklare Regeln verhindern, dass
österreichische und schweizerische Unternehmen an diesen
Investitionen teilhaben können. Wir müssen die Rahmenbedingungen so
weiterentwickeln, dass Neutralität gewahrt bleibt, wirtschaftliche
Chancen aber nicht verloren gehen. Österreich und die Schweiz stehen
hier vor sehr ähnlichen Herausforderungen – genau deshalb arbeiten
wir jetzt enger zusammen, um bürokratische Hürden abzubauen und faire
Voraussetzungen für Wertschöpfung und Arbeitsplätze zu schaffen“, so
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.
Bundespräsident Guy Parmelin: „Ich begrüße die österreichische
Initiative zur Bildung einer Arbeitsgruppe zum Thema Sicherheit, die
auch dem Erfahrungsaustausch dient – zu Gunsten unserer Bevölkerung
und Wirtschaft.“
Dazu wird nun gemeinsam mit der Schweiz ein ständiges
Kooperationsformat eingerichtet. Der bilaterale Austausch soll
darüber hinaus auch physisch zwei Mal im Jahr stattfinden.
Zwtl.: Zentrale Themenfelder die Österreich einbringt und Priorität
haben
1. Verteidigungsindustrie in neutralen Staaten
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Industriepolitische Instrumente im Einklang mit der Neutralität
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Weiterentwicklung von Exportkontrollregimen
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Finanzierung, Beschaffung und beihilfenrechtliche
Rahmenbedingungen
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Stärkung von Dual-Use-Technologien
2. Neutralität und wirtschaftliche Resilienz
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Auswirkungen geopolitischer Konfliktszenarien auf den Binnenmarkt
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Resilienz von Lieferketten und Energieversorgung
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Rechtssicherheit für Unternehmen
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Klärungsbedarf auf europäischer Ebene
3. Vernetzung der Unternehmen der Sicherheits- und
Verteidigungsindustrie
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Stärkung der Wertschöpfungsketten
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Ausbau bei gemeinsamer Forschung & Entwicklung
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Steigerung des bilateralen Handelsvolumens
Zwtl.:
Zwtl.: Fakten: Verteidigungsindustrie
Österreich
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rund 150 österreichische High-Tech-Unternehmen
–
rund 11.000 direkt Beschäftigte sowie etwa 20.000 Arbeitsplätze
in Zulieferunternehmen
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Forschungsanteil: 7,5 Prozent
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Branchenumsatz: rund 3,3 Milliarden Euro jährlich
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Exportvolumen in Drittstaaten: etwa 2–5 Milliarden Euro
Wertschöpfung durch heimische Beschaffung
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90 Prozent der Aufträge im Rahmen der Kasernenmodernisierung
gehen an die regionale Bauwirtschaft
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Beispiel Pandur-Radpanzer: über 70 Prozent österreichische
Wertschöpfung, mehr als 200 beteiligte Unternehmen
Schweiz
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rund 150 Unternehmen mit etwa 9.900 Arbeitsplätzen
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Militärausgaben: rund 6,8 Milliarden Euro, Anstieg bis 2026 um +
3,8 Prozent erwartet
EU-Entwicklung
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2024: 343 Milliarden Euro (+17 Prozent), 1,9 Prozent des BIP
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2025: 381 Milliarden Euro (+11 Prozent), 2,1 Prozent des BIP
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Seit 2020: Anstieg der Verteidigungsausgaben um +62,9 Prozent