Hitzeaktionstag: Samariterbund Wien ruft zu besonderer Aufmerksamkeit für vulnerable Menschen auf

Wien (OTS) – Anlässlich des morgigen Hitzeaktionstags macht der
Samariterbund Wien
auf die gesundheitlichen Risiken steigender Temperaturen aufmerksam.
Besonders ältere Menschen, chronisch kranke Personen, Säuglinge und
Kleinkinder sowie Menschen, die im Freien arbeiten, sind von Hitze
stark betroffen. An besonders heißen Tagen verzeichnet auch der
Rettungsdienst deutlich mehr Einsätze.

„Hitze ist weit mehr als eine Belastung des Wohlbefindens – sie
kann rasch zu einem ernsthaften Gesundheitsrisiko werden. Gerade bei
älteren Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen können
Flüssigkeitsmangel, Kreislaufprobleme oder Hitzeerschöpfung
gefährliche Folgen haben“, erklärt Dr. Susanne Drapalik, Präsidentin
und Landeschefärztin des Samariterbundes Wien.

Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass die Zahl der
Rettungseinsätze an Hitzetagen um bis zu 20 Prozent steigen kann.
Häufige Ursachen sind Kreislaufzusammenbrüche, Dehydrierung,
Sonnenstiche oder hitzebedingte Erschöpfungszustände. Besonders in
dicht verbauten Stadtgebieten bleibt die Belastung auch in den
Nachtstunden hoch.

Aufeinander achten kann Leben retten

Der Samariterbund Wien appelliert daher an die Bevölkerung,
besonders auf gefährdete Personen im eigenen Umfeld zu achten. Ein
Anruf bei alleinlebenden Nachbar, ein Besuch bei älteren Angehörigen
oder die Erinnerung ans regelmäßige Trinken können einen wichtigen
Beitrag zum Gesundheitsschutz leisten.

Die wichtigsten Hitzetipps des Samariterbundes Wien:

– Ausreichend trinken – idealerweise Wasser oder ungesüßte Getränke.

– Direkte Sonne vermeiden.

– Körperliche Anstrengungen in die frühen Morgen- oder Abendstunden
verlegen.

– Leichte, helle Kleidung und Kopfbedeckung tragen.

– Wohnräume möglichst kühl halten und nachts lüften.

– Auf Warnsignale wie Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen oder
Benommenheit achten und bei Bedarf medizinische Hilfe holen.

Gesundheitstag im Zeichen der Prävention

Auch der diesjährige Gesundheitstag des Samariterbundes Wien am
10. Juni steht unter dem Motto „Arbeiten bei Hitze“ und beschäftigt
sich mit Vorsorge und Gesundheitsförderung der Mitarbeiter:innen. Die
Teilnehmer:innen erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit
Fachvorträgen, individuellen Gesundheitschecks sowie praxisnahen
Workshops.

„Mit dem Hitzeaktionstag möchten wir das Bewusstsein dafür
schärfen, dass Hitzeschutz längst zu einem wichtigen Thema der
Gesundheitsförderung und Arbeitssicherheit geworden ist. Als
Gesundheits- und Sozialorganisation sehen wir es als unsere
Verantwortung, sowohl unsere Mitarbeiter:innen als auch die
Öffentlichkeit über Risiken und wirksame Schutzmaßnahmen zu
informieren. Besonders Mitarbeiter:innen, die im Außendienst oder an
wechselnden Einsatzorten tätig sind, sind den steigenden Temperaturen
direkt ausgesetzt. Wichtig ist daher die Einführung strukturierter
Hitzeschutzmaßnahmen und betrieblicher Hitzeschutzpläne“, so Oliver
Löhlein, Geschäftsführer des Samariterbundes Wien.

„Der Hitzeaktionstag erinnert uns daran, wie wichtig Prävention,
Eigenverantwortung und gegenseitige Unterstützung sind – besonders
dann, wenn extreme Temperaturen zur Belastung werden – auch für
unsere Mitarbeiter:innen. Hitzeschutzpläne sind ein weiterer Schritt
zur Gesundheitsprävention, aber auch zur Klimafolgenanpassung und
Hitzeresilienz gemäß unserer Nachhaltigkeitspolitik“, so Alexander
Hajek, Leiter der Abteilung Qualität, Sicherheit und Umwelt des
Samariterbundes Wien abschließend.