Industrie begrüßt Unterzeichnung des modernisierten EU-Mexiko-Abkommens

Wien (OTS) – Die Industriellenvereinigung (IV) begrüßt die
Unterzeichnung des
modernisierten Handelsabkommens zwischen der Europäischen Union und
Mexiko als wichtigen Schritt zur Stärkung der europäischen
Handelsbeziehungen. „Das ist ein wichtiger Baustein der EU-
Handelsagenda, der unsere Handelspartner diversifiziert und den
Marktzugang für europäische Unternehmen verbessert“, betont IV-
Generalsekretär Christoph Neumayer. „Dazu kommt: Das ist ein weiteres
Signal, dass wir mit jenen Partnern, die regelbasierten und fairen
Austausch leben wollen, auch zusammenarbeiten wollen. Das ist gerade
in Zeiten wie diesen besonders wichtig.“

Mexiko ist Österreichs wichtigster Absatzmarkt in Lateinamerika.
2025 erreichten österreichische Exporte einen Warenwert von rund 1,8
Milliarden Euro. Mehr als 100 österreichische Unternehmen sind vor
Ort aktiv und investieren insgesamt etwa 2,5 Milliarden Euro, wodurch
rund 11.000 Arbeitsplätze gesichert werden.

Erleichterter Marktzugang, Investitionsschutz und Sicherung
wichtiger Rohstoffe

Das modernisierte Abkommen sieht vor, nahezu alle bestehenden
Zölle auf EU-Einfuhren abzuschaffen und nichttarifäre
Handelshemmnisse weiter zu reduzieren. Dadurch wird der Marktzugang
für Unternehmen auf beiden Seiten deutlich erleichtert. Ein moderner
Investitionsschutzmechanismus schafft zusätzlich notwendige
Rechtssicherheit für Unternehmen. Zudem verbessert sich der Zugang zu
kritischen Rohstoffen, die für zentrale Industrien in Europa von
großer Bedeutung sind. Mexiko zählt unter anderem zu den wichtigsten
Anbietern von Fluorit, Wismut und Antimon.

Auch auf EU-Ebene spielt Mexiko eine bedeutende Rolle: 2025
belief sich der bilaterale Warenhandel auf knapp 87 Milliarden Euro,
der Dienstleistungshandel lag zuletzt (2023) bei mehr als 25
Milliarden Euro. Damit ist Mexiko der zweitgrößte Handelspartner der
EU in Lateinamerika. Darüber hinaus ist die EU mit
Investitionsbeständen von rund 207 Milliarden Euro der zweitgrößte
ausländische Investor in Mexiko.

„Gerade in einer zunehmend schwierigen geopolitischen Lage ist es
entscheidend, Handelspartner zu diversifizieren und neue Märkte zu
erschließen. Gemeinsam mit den Abkommen mit Mercosur und Indien ist
das modernisierte EU-Mexiko-Abkommen ein besonders wichtiger Baustein
für die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der
europäischen Industrie“, so Neumayer abschließend.