Wien (OTS) – Zum Internationalen Tag der Kinderrechte am 20. November
2025 macht
das MOMO Kinderpalliativzentrum auf jene Kinder aufmerksam, deren
Bedürfnisse im öffentlichen Diskurs oft unsichtbar bleiben: Kinder,
Jugendliche und junge Erwachsene mit lebensverkürzenden Erkrankungen.
Für sie ist die Umsetzung der Kinderrechte, vor allem das Recht auf
bestmögliche Gesundheit, Bildung, Förderung, Teilhabe und Schutz,
besonders komplex und erfordert angepasste und individuelle
Unterstützungsstrukturen. Im Besonderen müssen Inklusion und
Beteiligung in allen Bereichen der Gesellschaft selbstverständlich
möglich sein.
Im MOMO Kinderpalliativzentrum zeigt sich, wie wichtig eine
bedürfnisorientierte Begleitung für schwer erkrankte Kinder mit hohem
Pflegebedarf ist. Der ZeitRaum, das Kindertageshospiz von MOMO,
bietet den begleiteten Kindern, ihren Geschwistern und Angehörigen
eine Vielzahl unterstützender Angebote. Dazu zählen unter anderem
Entlastungstage, spezielle Gruppenangebote für Geschwister, ein
Pflege- und Wohlfühlbad sowie diverse Gruppenaktivitäten. Im Rahmen
der Begleitung vor Ort stehen zudem therapeutische Maßnahmen,
psychosoziale Beratungen sowie pflegerische und medizinische
Behandlungen zur Verfügung. Die Arbeit des interdisziplinären MOMO-
Teams richtet sich konsequent nach den individuellen Bedürfnissen der
jungen Patient:innen und ihrer Familien. Das übergeordnete Ziel
besteht darin, eine umfassende Unterstützung und Entlastung zu bieten
– durch medizinische, pflegerische, psychosoziale, pädagogische,
therapeutische sowie ehrenamtliche Begleitung.
„Auch für Kinder und Jugendliche mit schweren, lebensverkürzenden
Erkrankungen gelten die internationalen Kinderrechte. Inklusion,
Teilhabe, Schutz vor Gewalt, Bildung und Beteiligung müssen für alle
Kinder in unserer Gesellschaft selbstverständlich sein“ , sagt
Irmgard Hajszan-Libiseller, Leiterin des psychosozialen Teams und
Kinderschutzbeauftragte im MOMO Kinderpalliativzentrum. „Inklusion
bedeutet für unsere Kinder, dass ihre Bedürfnisse gesehen werden,
dass Räume, Angebote und Gesellschaft sich an sie anpassen – nicht
umgekehrt. Teilhabe heißt bei MOMO, dass wir Normalität, Mitsprache
und Selbstbestimmung ermöglichen. Jedes Kind soll spüren: Ich gehöre
dazu. Ich werde ernst genommen. Ich darf sein, wie ich bin. In
unserer Verantwortung für die uns anvertrauten Kinder müssen wir uns
ihrer besonderen Verletzbarkeit bewusst sein und ihre Bedürfnisse mit
hoher Sensibilität wahrnehmen. Kinderschutz und Kinderrechte sind
daher die Basis unserer Arbeit.“
Die Therapien, kreativen Angebote, Lernunterstützungen und die
entlastende Betreuung werden auf die jeweiligen Fähigkeiten,
Interessen und gesundheitlichen Möglichkeiten der Kinder abgestimmt.
Für viele Familien sind diese Angebote eine unverzichtbare Ergänzung
zum Alltag zu Hause und zur medizinischen Versorgung.
Kinderrechte – Fakten und Hintergründe
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Die 1989 beschlossene UN-Kinderrechtskonvention umfasst 54
Artikel, darunter das Recht auf Schutz, Förderung, Beteiligung,
Bildung, Gesundheit und Inklusion.
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Österreich hat die Konvention 1992 ratifiziert und ist somit
verpflichtet, diese Rechte umzusetzen und weiterzuentwickeln.
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Artikel 23 betont ausdrücklich die Rechte von Kindern mit
Behinderungen und besonderen Bedürfnissen, darunter der Zugang zu
Förderung, Teilhabe und eine Umgebung, die ihre Entwicklung
bestmöglich unterstützt.
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Schwerkranke oder lebensverkürzt erkrankte Kinder sind in vielen
Bereichen benachteiligt, etwa bei barrierefreien Bildungsangeboten,
psychosozialer Unterstützung oder individuell zugeschnittenen
Freizeit- und Entlastungsangeboten.
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Beteiligungsrechte: Auch schwer kranke Kinder und Jugendliche
haben das Recht, bezüglich Behandlungen, Therapien oder ihrer letzten
Wünsche gehört zu werden und entwicklungsentsprechend
mitzuentscheiden.
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Für Familien dieser Kinder bedeutet die Wahrnehmung der
Kinderrechte oft auch zusätzliche Unterstützung : psychosozial,
pflegerisch, medizinisch und organisatorisch.
Über MOMO Kinderpalliativzentrum
Da sein – im Lachen und im Weinen.
Das MOMO Kinderpalliativzentrum begleitet Kinder und Jugendliche
mit lebensverkürzenden Erkrankungen sowie deren Familien in Wien und
Umgebung. Ein multiprofessionelles Team aus Ärzt:innen,
Pflegekräften, Therapeut:innen, Psycholog:innen und
Sozialarbeiter:innen sorgt dafür, dass betroffene Familien die
bestmögliche medizinische, pflegerische, therapeutische und
psychosoziale Unterstützung erhalten. Das Handeln des MOMO-Teams
orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen der jungen
Patient:innen und ihrer Familien, um ihnen in ihrer belasteten
Situation Halt und Hilfe zu geben – ob zu Hause, im Rahmen von MOMO
mobil oder im Tageshospiz, dem MOMO ZeitRaum. Das Angebot ist für die
Familien kostenfrei.
MOMO Spendenkonto
Empfängerin: Wiener Kinderhospiz gemeinnützige GmbH
IBAN: AT57 2011 1822 1426 4500
BIC: GIBAATWWXXX
Bank: Erste Bank
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.kinderpalliativzentrum.at