Wien (OTS) – Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) und die
Gewerkschaft GPA
haben in ihrer Verhandlungsrunde am 15. April 2026 eine Einigung
erzielt: Vereinbart wurde, dass mit Wirkung vom 1. Juni 2026 die
bisherigen Tarifgehälter für die bei österreichischen Tages- und
Wochenzeitungen tätigen Journalistinnen und Journalisten um 2,7
Prozent bei Rundung auf den nächsten vollen Euro erhöht werden. Auch
die Summe aller bisherigen Quinquennienbeträge sowie die Summe aller
Pauschalien werden um diesen Prozentsatz angehoben.
Die Tarifpositionen sowie die Sätze für ständige freie
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden um 2,9 Prozent erhöht. Die
Laufzeit dieser Vereinbarung beträgt zwölf Monate ab Wirkungsbeginn.
Aufseiten der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber leitete VÖZ-
Vorstandsmitglied Herwig Langanger (Styria Media Group AG) die
Verhandlungen. „Die wirtschaftliche Lage bleibt weiterhin äußerst
angespannt und bringt große Herausforderungen sowohl für Medienhäuser
verlegerischer Herkunft als auch für die Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer. Die erzielte Einigung mit der Gewerkschaft trägt diesem
Umstand Rechnung und ist ein tragfähiges Ergebnis für beide Seiten.
Bedanken möchten wir uns bei den Vertreterinnen und Vertretern der
Arbeitnehmerseite für das ergebnisorientierte Verhandlungsklima“,
betonen Langanger und VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger.
Auch seitens der Gewerkschaft GPA betrachtet man den Abschluss
als einen harten, aber notwendigen Kompromiss. „Zentral ist, dass
eine nachhaltige Tariferhöhung für alle Beschäftigten unter
besonderer Berücksichtigung freier Mitarbeiter:innen durchgesetzt
werden konnte. Zudem sichert der Abschluss angesichts der weiterhin
angespannten Branchenlage Planbarkeit und Stabilität für beide
Seiten“, sagen Patricia Haller (Betriebsratsvorsitzende „Kurier“) und
Christian Eplinger (Betriebsratsvorsitzender „NÖN“),
Verhandlungsleiter:innen der Gewerkschaft GPA.