Wien (OTS) – Am Dienstag 16.12. beschließt die Europäische Kommission
einen
überfälligen Kurswechsel in der Automobilpolitik. Das umstrittene
„Verbrennerverbot“ wird in einem ersten Schritt für PKW und leichte
Nutzfahrzeuge durch eine treffsicherere Regelung ersetzt. Nicht nur
eine Technologie soll die klimapolitisch notwendigen Einsparungen von
CO2 liefern, sondern die gesamte Palette CO2-effizienter Technologien
(E-Antrieb, hybride Antriebe, HVO, Biosprit und eFuels). „Damit
schaltet die EU zwei Gänge höher beim Klimaschutz und macht endlich
etwas dagegen, dass die europäischen Autoproduzenten unter
Abwanderungsdruck stehen und Arbeitsplätze streichen müssen“, freut
sich eFuel-Alliance Präsident Jürgen Roth.
„Die Vernunft setzt sich durch“, lobt Jürgen Roth die
Reformkräfte. Das Verbrennerverbot hat der Automobilindustrie bereits
großen Schaden zugefügt, gleichzeitig blockierte es innovative
Lösungen, die am Treibstoff ansetzen und deshalb viel leichter
umsetzbar sind. Die Autoindustrie und die Zulieferbetriebe haben die
Korrektur händeringend gefordert, weil 2024 ein dramatischer
Niedergang eingesetzt hat, der zehntausende Arbeitsplätze gekostet
hat. „Endlich hat sich unser Einsatz gelohnt, und die Kommission
folgt den Empfehlungen der Wissenschaft und der Wirtschaft“,
bilanziert Jürgen Roth.
Vor eFuels muss sich niemand fürchten, E-Mobilität wird ihren Weg
weitergehen, sie muss nicht durch Verbote der Konkurrenz geschützt
werden. Aber gewollt ist, dass die Bevormundung des Wahlvolks endet.
„Klimaschützer können nur applaudieren, wenn mehr Wege der
Emissionsreduktion beschritten werden, der Weg allein über E-Autos
war einfach zu langsam. Trotz Milliarden-Euro schweren Förderungen
kommen sie bis Ende 2025 – hochgerechnet – gerade einmal auf 5%. Eine
Lösung für die 95% des Fahrzeugbestands muss oberste Priorität
haben“, so Jürgen Roth.
Zwtl.: Richtig rechnen ist besser als Terminverschiebung
Das Legislativpaket soll so rasch wie möglich beschlossen werden,
damit die Schadensbegrenzung möglichst rasch greift. „Wenn die Hütte
brennt, muss das Feuer rasch gelöscht werden. Unser Anliegen ist
nicht eine Gnadenfrist von fünf Jahren (2040 statt 2035), sondern
dass die Grenzwerte zwischen klimaschädlichen und klimaneutralen
Treibstoffen unterscheiden“, so Jürgen Roth weiter.
Wichtig ist, dass die EU die irrwitzige Förderung der Autoimporte
aus den USA und China stoppt. Während beide Großmächte es
europäischen Exporteuren immer schwerer machen, leistet sich die EU
den Luxus, für E-Autoimporte Prämien auszuzahlen. Niemand versteht,
dass Milliardäre wie Elon Musk dafür belohnt werden, dass sie VW ua
Marktanteile wegnehmen. Bezahlt wird diese verfehlte Förderung von
den europäischen Autokäufern, es geht um ein Volumen von 16 Mrd EUR
pro Jahr.
Zwtl.: Klimaschutz profitiert am meisten
Europa hat mit seinem Anteil von über 6% an den Weltemissionen
größtes Interesse daran, dass auch die globalen Emissionen sinken.
Wenn sich beispielsweise in Afrika PKW- und LKW-Fuhrparks in wenigen
Jahren verdreifachen, dann sieht man wie wichtig es ist, dass es für
Autos mit Verbrennungsmotor nicht nur fossilen Benzin und Diesel
gibt. Die Entwicklungs- und Schwellenländer verbrauchen seit 2023
mehr Erdöl als die Industrieländer, dort wachsen die Emissionen noch
weiter.
Die Kommission hat gut daran getan, sich durch Des-Informationen
von autofeindlichen Umweltgruppen und falschen Ratgebern, die an
ihren desaströsen Empfehlungen noch immer festhalten, nicht vom
richtigen Weg abbringen zu lassen. Darauf, dass das Ende des
Verbrennerverbots dem Wirtschaftsstandort Europa schade, muss man
nicht hereinfallen, hier sind Autoindustrie, Gewerkschaften,
Betriebsräte und Technische Universitäten glaubwürdiger, die das
exakte Gegenteil vertreten. Würde Europa komplett auf Autos mit
Elektrobatterie umstellen, entstünde eine sehr ungesunde Abhängigkeit
von Rohstoffen, die sich China gesichert hat. Auch das lassen falsche
Ratgeber unter den Tisch fallen. Dass China nur noch E-Autos
produziere, ist ebenfalls eine Fehlinformation. Richtig ist, dass
China in allen Segmenten, auch bei den klimaeffizienten PKW, den Lead
anstrebt. Japan, USA, Brasilien ua werden nicht allein auf E-
Mobilität setzen, Verbrenner spielen weiterhin eine Rolle oder sogar
die Hauptrolle.
„Wir als eFuel Alliance Österreich freuen uns, dass wir am
Kurswechsel unverdrossen mitgearbeitet haben, auch wenn es lange so
aussah, als würden wir auf taube Ohren stoßen. Endlich hört die
Politik auf die Wissenschaft, sie fordert, dass in ‚grünen Molekülen‘
(=eFuels, Synfuels) gespeicherter Ökostrom verwendet wird, um CO2-
Emissionen aus der Erdölnutzung zu setzen“, so Jürgen Roth
abschließend.