Wien (OTS) – Martin Traxl präsentiert am 20. April 2026 um 22.30 Uhr
in ORF 2 und
auf ORF ON eine Spezialausgabe des „kulturMONTAG“, die sich
monothematisch dem Thema Baukultur widmet. Anschließend steht eine
neue Ausgabe des intimen Konzert-Talkformats „Wechselspiele“ (23.25
Uhr) auf dem Programm, zu dem ORF-Moderatorin Teresa Vogl die
österreichischen Jazz- und Popsängerin Anna Buchegger begrüßt.
Was kann jede:r zu gelungener Baukultur beitragen?
Man könnte die gesamte Bevölkerung Österreichs in all jenen
Einfamilienhäusern unterbringen, die schon gebaut sind. Dann wären
die Städte leer und in jedem Haus würden vier Menschen leben. Eine
provokante und doch wahre These, die zwei der zentralen Themen der
österreichischen Baukultur auf den Tisch bringt: den steigenden
Leerstand und den immer noch zu hohen Flächenverbrauch.
Für das „kulturMONTAG Spezial“ zum Thema Baukultur war die
Redaktion vom Burgenland bis nach Vorarlberg unterwegs in Österreich
– in Gemeinden mit großem Leerstand, Städten mit horrend hohen
Mietpreisen und Orten mit überdimensionalen Geschäftsflächen. Im
Gespräch mit Architektinnen und Architekten, Bürgermeistern,
Stadtplanern und Regionalentwicklern werden Antworten auf brennende
Fragen gesucht: Warum bauen Herr und Frau Österreicher immer noch
gerne ihr Haus auf die grüne Wiese? Wie gelingt das Umdenken vom Neu-
Bauen zum Umbauen? Mit welchen Regulatorien lässt sich die
Bodenversiegelung reduzieren, das Ortskernsterben eindämmen und
Wohnen leistbar halten? Und was kann jeder und jede Einzelne zu
gelungener Baukultur beitragen?
„Wechselspiele – Anna Buchegger“ (23.25 Uhr)
Das intime Konzert-Talkformat „Wechselspiele“ geht bereits in
seine 19. Runde: Diesmal begrüßt Moderatorin Teresa Vogl die
österreichische Jazz- und Popsängerin Anna Buchegger zu einer
exklusiven musikalischen Begegnung in St. Corona am Wechsel. „Soiz
auf da Haut reibt oide Wunden auf“, singt die Künstlerin, die 2021
das ORF-Format „Starmania“ gewann, im Titeltrack ihres zweiten
Albums. Ein flotter Beat dient als musikalische Unterlage für diese
Ode an das heimische Mineral und seine allumfassende Ambivalenz. Als
ländliche Salzburgerin ging Buchegger schon als Kind in die hiesigen
Salzbergwerke, um dort zu rutschen und Abenteuer zu erleben. Das
„Soiz“ in seiner Form als Konservierungsmittel dient ihr heute als
Metapher für die eigene Liebe zur Konservierung – nämlich jene, den
Dialekt zu pflegen, ihn mit verschiedenen Klangformen in Verbindung
zu bringen und dabei stets neue Wege einzuschlagen. Um Salz zu
gewinnen und abzubauen, braucht es Demut und große Anstrengungen.
Werte, die man auch für Authentizität und Offenheit in der Musik
benötigt. Werte, die Anna Buchegger nicht nur hier, sondern in ihrer
gesamten künstlerischen Karriere ein Anliegen sind. In ihrer Stimme
wird das „Soiz“ zum Lebenselixier. Bei der TV-Aufzeichnung führte
Alex Wieser Regie.