Landesrätin Susanne Rosenkranz: Justizwache am Limit

St. Pölten (OTS) – „Warum ist seit November nichts geschehen?“ –
diese Frage stellt
Landesrätin Susanne Rosenkranz angesichts der weiterhin angespannten
Situation in Österreichs Haftanstalten. Bereits vor Monaten hatte sie
auf der Landesarbeitsreferentenkonferenz auf die prekäre Situation in
den Justizanstalten hingewiesen.

„Die Mitarbeiter der Justizwache arbeiten seit Monaten am Limit
und stehen unter enormem Druck. Die Überbelegung der Haftanstalten
und der Personalmangel bei der Justizwache verschärfen ein weiteres
Problem: Obwohl jeder Strafgefangene verpflichtet ist, eine Arbeit zu
verrichten, kann dies derzeit in vielen Fällen aufgrund der
Unterbesetzung bei den Justizwachebeamten nicht gewährleistet
werden.“ Dabei seien gerade die Beschäftigungs- und
Qualifizierungsmaßnahmen ein wichtiger Hebel bei der
Resozialisierung: „Wer den ganzen Tag ohne Perspektive in der Zelle
sitzt, wird nicht ruhiger – im Gegenteil. Beschäftigung, Ausbildung
und sinnvolle Arbeit sind der Schlüssel, um Spannungen zu reduzieren
und echte Wiedereingliederung zu ermöglichen.“ Davon profitierten
nicht nur die Häftlinge durch geringere Rückfallquoten, sondern es
verbessern sich letztlich auch die Zustände in den Gefängnissen.

„Die Probleme sind Bundesjustizministerin Sporrer längst bekannt.
Unsere Justizwache verdient nicht nur Dank und Lob, sondern konkrete
Verbesserungen. Diese Bundesregierung muss endlich handeln. Die
Herausforderungen werden immer komplexer – dass es dennoch an
wirksamen Maßnahmen fehlt, ist nicht nachvollziehbar“, so Rosenkranz
abschließend.