Graz (OTS) – Statt Projektverschiebungen empfiehlt die
Landschaftsplanerin und
Obfrau des Vereins Öffentlicher Verkehr mit Lebensqualität, DI Maria
Baumgartner, die ohnehin im Regierungsprogramm vorgesehene Evaluation
der Rahmenplanvorhaben. „Wenn die geplanten Einsparungen beim ÖBB-
Rahmenplan nicht nur zu Projektverschiebungen, sondern zur Nutzung
neuer Technologien führten, könnten diese auch positive Effekte für
die Umwelt haben“, so Maria Baumgartner. So können einer Studie in
Deutschland zufolge statt streckenseitiger Komplettelektrifizierungen
von Bahnnetzen mittels eines modernen Batteriehybridbetriebs auf
Teilstrecken mind. 87 % der Kosten eingespart werden (PTV AG, TU
Berlin, TU Dresden 2020). Das ist besonders für Nebenbahnen
interessant. Positive Folgen für die Umwelt sind der Entfall von
Masten und hochspannungsführenden Oberleitungen, auch ist der
elektrische Betrieb rascher erreichbar und insgesamt resilienter (
Fahrzeuge sind auch auf elektrifizierten Strecken und bei
Oberleitungsausfällen einsetzbar). Ein bereits in Umsetzung
begriffenes Beispiel in Österreich ist die Kamptalbahn (34 km), ein
weiteres könnte die aktuell noch sehr teuer geplante Elektrifizierung
der Steirischen Westbahn/GKB zwischen Köflach – Graz (39 km) sein.
Damit wären ohne Qualitätsverluste für Bahnkund/innen
Neuverschuldungen im dreistelligen Millionenbereich vermeidbar.
Weiterführende Informationen:
https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Artikel/E/schiene-
aktuell/kostenvergleich-streckenelektrifizierungen-versus-einsatz-
alternative-antriebe.html