LH Mikl-Leitner: „Die Donau bringt die Welt zu uns nach Niederösterreich“

St. Pölten (OTS) – Über die wirtschaftliche Bedeutung von
Flusskreuzfahrten für
Niederösterreich informierte heute, Mittwoch, Landeshauptfrau Johanna
Mikl-Leitner gemeinsam mit Birgit Brandner-Wallner, Geschäftsführerin
der DonauStationen, und Pater Maurus vom Stift Göttweig im Zuge eines
Pressegesprächs an Bord der MS Viking Gullveig in Krems. „Die Donau
ist nicht nur ein Verkehrsweg. Sie ist Lebensader, Kulturlandschaft
und wichtiger Wirtschaftsfaktor zugleich“, so Landeshauptfrau Johanna
Mikl-Leitner. „Die Donau bringt die Gäste zu uns nach
Niederösterreich und wir machen ein unvergessliches Erlebnis daraus.“

Die Donau sei einer der wichtigsten Korridore für
Flusskreuzfahrten in Europa, so die Landeshauptfrau: „Mehr als eine
halbe Million Passagiere nutzen jährlich den österreichischen
Donauabschnitt. Dadurch kommen viele Gäste zu uns nach Österreich und
nach Niederösterreich.“ Die Wertschöpfung entstehe aber an Land, „bei
Gastronomie, bei Ausflügen, in der Kultur und bei
Produktionsbetrieben.“ Bereits seit 1999 bestehe die Donau
Schiffsstationen GmbH, heute betreiben die DonauStationen 36
Anlegestellen entlang der Donau und: „Waren 2003 noch 75
Kabinenschiffe im österreichischen Donauabschnitt unterwegs, sind es
2019 bereits 192 Schiffe, die 14.000 Mal angelegt haben“, verglich
Mikl-Leitner.

„Beinahe jeder zweite Gast kommt aus den USA, Kanada und
Großbritannien, über 43 Prozent aus dem deutschsprachigen Raum“,
berichtete die Landeshauptfrau, das bringe Wertschöpfung in die
Regionen: „In Niederösterreich bleiben mehr als 25 Millionen Euro
Umsatz aus der Flusskreuzfahrt.“ Das komme bei Busunternehmen, in der
Gastronomie, in der Kultur und bei regionalen Produzenten an, jeder
Landgang sei wirtschaftlicher Impuls: „Ein Passagier gibt pro
Landgang etwa 45 Euro für Eintritte oder Busfahrten aus. Darüber
hinaus lassen die Gäste durchschnittlich weitere 20 Euro für
Souvenirs, Gastronomie oder sonstige Einkäufe da.“

Für die künftige Entwicklung brauche es Balance, so
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Tourismus ja – aber mit dem
klaren Ziel, vor allem die Lebensqualität der Menschen aus der Region
im Blick zu haben.“ Wichtiger Punkt sei „mehr Steuerung der
Besucherströme“, etwa „die Zusammenarbeit mit internationalen
Partnern wie Celebrity Cruises“, die ab 2027 neue Programme auch in
Niederösterreich auflegen werden, betonte Mikl-Leitner. Weiterer
wichtiger Punkt sei die Saisonverlängerung, Flusskreuzfahrten fänden
auch in der Vor- und Nachsaison statt. „Die Donau bringt die Welt zu
uns nach Niederösterreich. Und wir werden alles dafür tun, dass das
so bleibt – als Chance für die Regionen, als Wertschöpfung für
Betriebe und als Lebensraum für die Menschen“, sagte Mikl-Leitner
abschließend.

Pater Maurus vom Stift Göttweig betonte, für das Stift Göttweig
sei der Schifffahrtstourismus von großer Bedeutung: „Wir sind vor
zehn Jahren eine Kooperation mit Viking Cruises eingegangen und
seither haben sich die Zahlen erfreulich entwickelt. Wir bieten
gemeinsam Programme im Stift an, die sehr gut ankommen.“ Göttweig sei
für die Region sehr prägend, „deshalb war es auch eine logische
Entscheidung vor zehn Jahren, in den Tourismus zu investieren“,
setzte Pater Maurus fort. „Die Anzahl der Besucher hat sich in dieser
Zeit mehr als verdoppelt, Göttweig zählt mittlerweile 120.000
Besucher pro Jahr.“ Göttweig lade gezielt ein, in die spirituelle
Welt eines Klosters einzutauchen.

Birgit Brandner-Wallner, Geschäftsführerin der DonauStationen,
berichtete: „Fast auf den Tag genau vor 27 Jahren wurde die Donau
Schiffstationen gegründet, mittlerweile befindet sich das Unternehmen
gänzlich im Besitz der Familie Brandner. Heute betreiben wir 36
Anlegestellen von Linz bis Budapest und sind somit der größte
Anbieter Österreichs.“ Hinter diesem Erfolg stehe laut Brandner-
Wallner „Leidenschaft, Erfahrung und Liebe zur Schifffahrt. Unsere 36
Anlegestellen stehen 190 Kabinenschiffen und 18 Tagesausflugsschiffen
zur Verfügung.“ Damit stelle man eine wesentliche touristische
Infrastruktur bereit, die die Brücke zwischen Wasser und Land
herstelle, so die Unternehmerin. 1999 hatte man noch 2.000 Buchungen
von Kabinenschiffen, „heuer wird das eingespielte Team von
DonauStationen rund 8.000 Kreuzfahrtbuchungen managen.“

Im Anschluss an das Pressegespräch wurden zwei von Viking River
Cruises gespendete Hochwasserrettungsboote an die Feuerwehr Krems
übergeben.

Ebenso auf dem Schiff Gesprächsthema war die Inbetriebnahme des
erneuerten Pontons in Dürnstein. Der bestehende Ponton war infolge
der Hochwasserschäden beschädigt worden und musste ausgetauscht
werden. Während der Übergangszeit war ein Provisorium eingerichtet,
um den Betrieb weiterhin sicherzustellen. Jetzt steht wieder eine
dauerhafte und hochwertige Lösung für die Anlegestelle in Dürnstein
zur Verfügung. „Mit dem Austausch des beschädigten Pontons in
Dürnstein sichern wir eine wichtige Infrastruktur für den
Donautourismus“, so Mikl-Leitner in einem Gespräch mit Brandner-
Wallner. Das Land Niederösterreich hat rund eine halbe Million Euro
in den Austausch des beschädigten Pontons investiert.