Mittlere Reife in der Politik – Schülerunion setzt Forderung durch

Wien (OTS) – Nach langem Engagement kann die Schülerunion als
stärkster Partner
der Schüler:innen die Mittlere Reife als nächste politische Forderung
nach den neuen Unterrichtsfächern „Demokratie- und Medienbildung“ vor
der Politik durchsetzen.

„Mit der geplanten Einführung der Mittleren Reife hat die
Schülerunion gezeigt, dass sie konkrete Verbesserungen im
Bildungssystem erreichen kann. Der Abschluss bietet Orientierung,
schafft faire Vergleichbarkeit und eröffnet neue Chancen für
Ausbildung und weiterführende Schulen. So wird Bildung praxisnäher,
individueller und gerechter gestaltet. Gleichzeitig muss man aber
auch über die sechsjährige Volksschule sprechen: Die Einführung einer
sechsjährigen Volksschule würde eine Gesamtschule durch die Hintertür
bedeuten – was wir strikt ablehnen. Wir sind für ein differenziertes
Schulsystem, welches Schüler:innen individuell nach ihren Talenten
fördert, Potentiale ausschöpft und auf die Zukunft vorbereitet. Eine
Gesamtschule durch die Hintertür würde Schüler:innen mit
Verbesserungsbedarf überfordern und Schüler:innen, die eine gute
Leistung erbringen, runterdrosseln. Wir brauchen individuelle
Talentförderung“, so Bundesobmann Maximilian Pech.

„Die Einführung der Mittleren Reife ist ein großer Erfolg für uns
als Schüler:innen, weil sie Bildungswege gerechter und durchlässiger
macht. Sie schafft klare Perspektiven für Schüler:innen und stärkt
die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung. Damit
wird Leistung anerkannt, Motivation gefördert und mehr
Chancengerechtigkeit im Bildungssystem nachhaltig gesichert“, so
Bundesschulsprecherin Hannah Scheidl.

Die Schülerunion ist mit über 30.000 Mitgliedern die größte
Schüler:innenorganisation Österreichs, in der sich die Mitglieder
ehrenamtlich engagieren. Durch ihr vielfältiges Serviceangebot, wie
zum Beispiel dem Schulrechtsnotruf und diversen Weiterbildungen, gilt
sie als wichtige Anlaufstelle für Schüler:innen. Darüber hinaus
bringt sie ihre Forderungen in der Bundesschülervertretung (BSV) ein,
in der sie im Schuljahr 2025/26 23 von 29 Mandaten stellt. Die
Bundesschulsprecherin Hannah Scheidl kommt ebenfalls von der
Schülerunion.