NEOS: Wer sich jahrelang integriert, muss auch bleiben dürfen

Wien (OTS) – „Ein Asylsystem muss immer fair, gerecht und effizient
sein.
Menschen, die sich nicht integrieren wollen und unsere Regeln
missachten, haben in Österreich keinen Platz. Umgekehrt muss ein
funktionierendes Asylsystem aber auch jene schützen, die sich hier
ein Leben aufgebaut haben, ein Teil der Gesellschaft geworden sind
und einen Beitrag für Österreich leisten“, betont Sophie Wotschke,
NEOS-Sprecherin für Justiz, Asyl und Migration. Umso unverständlicher
sei es, dass das Tiroler Geschwisterpaar Oshakuade aus Innsbruck nach
jahrelanger gelungener Integration nach Nigeria abgeschoben werden
soll.

Wotschke plädiert daher für eine sorgfältige Prüfung des Falls.
„Der Rechtsstaat bietet mit dem humanitären Bleiberecht entsprechende
Möglichkeiten. Gleichzeitig zeigt der Fall des Geschwisterpaares, wie
wichtig ein effizientes Asylsystem ist. Hätten die Verfahren nicht
mehr als 8 Jahre gebraucht, wäre es gar nicht zu dieser Situation
gekommen“, fährt Wotschke fort und verweist darauf, dass die
Koalition mit der Umsetzung des EU-Migration- und Asylpakts noch vor
dem Sommer neue Regelungen zur deutlichen Beschleunigung von
Asylverfahren beschließt.

„Heute steht das Geschwisterpaar auf eigenen Beinen, bildet sich
weiter und ist auch in der Gemeinde tief verwurzelt“, so Wotschke.
„Ihnen jetzt Steine in ihren Weg zu legen und Zukunftschancen zu
verbauen, die sie sich mühevoll erarbeitet haben, ist schlicht
ungerecht. Und es ist auch nicht im Interesse Österreichs, auf
bestens ausgebildete und integrierte junge Menschen zu verzichten. Es
liegt nun an den Behörden, die bestehenden rechtlichen Spielräume zu
prüfen. Denn junge Menschen, die sich in Österreich ein Leben
aufgebaut haben, dürfen nicht für ihre langjährige gute Integration
bestraft werden.“