Wien (OTS) – „Mit der Aktivpension wurde heute im Ministerrat eine
wichtige
Maßnahme beschlossen, die gerecht, treffsicher und
leistungsfreundlich ist. Wer jahrzehntelang gearbeitet hat und auch
über das gesetzliche Pensionsantrittsalter hinaus im Erwerbsleben
bleiben möchte, soll nicht länger benachteiligt, sondern endlich
belohnt werden“, sagt NEOS-Sozialsprecher Johannes Gasser.
„Uns war in den Verhandlungen besonders wichtig, dass sich
längeres Arbeiten auch tatsächlich auszahlt. Wer den Pensionsantritt
aufschiebt und trotz Erreichen des Pensionsantrittsalters
weiterarbeitet, bekommt künftig deutlich mehr Geld – weil es erstens
Zuschläge und damit eine höhere Pension, zweitens eine
Steuererleichterung und drittens durch den Entfall des Dienstnehmer-
Beitrags zur Pensionsversicherung auch niedrigere Lohnnebenkosten
gibt“, erklärt Gasser.
Damit wurde die Maßnahme so ausgestaltet, dass kein Anreiz
entsteht, möglichst früh in Pension zu gehen. Der Freibetrag für
jene, die schon eine Pension beziehen, gilt erst wenn eine
Mindestanzahl an Versicherungsjahren erfüllt ist – bei Männern 40 und
bei Frauen beginnend mit 34 Jahren. Der Freibetrag kann erst ab
Erreichen des Pensionsantrittsalters überhaupt geltend gemacht
werden.
„Wir haben bewusst mehrere Sicherungen eingebaut und die Maßnahme
treffsicher gestaltet, damit es keinen Anreiz für einen Exodus in die
Frühpension gibt. Die Aktivpension soll damit die Anhebung des
faktischen Pensionsantrittsalters unterstützen und nicht
konterkarieren“, betont Gasser. „Wir belohnen damit jene, die länger
anpacken, weil längeres Arbeiten kein Nachteil sein darf, sondern
sich lohnen muss“, sagt Gasser.