Neue Amtsperiode für Gernot Maier als Direktor des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl (BFA)

Wien (OTS) – Innenminister Gerhard Karner gratuliert dem BFA-Direktor
zu seiner
Wiederbestellung: „Gernot Maier hat das Bundesamt für Fremdenwesen
und Asyl in den letzten Jahren umsichtig und vorausschauend geführt.
Es ist Österreich als erstem europäischen Land gelungen,
Abschiebungen direkt nach Afghanistan, aber auch nach Syrien
umzusetzen. Der eingeschlagene Weg für eine harte und gerechte
Asylpolitik wird unter seiner Führung der Asylbehörde fortgesetzt
werden.“

Die Amtszeit von Gernot Maier war zu Beginn vor allem von den
Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf den Parteienverkehr und die
Außerlandesbringungen geprägt. Mit dem Beginn des Ukraine-Krieges im
Jahr 2022 erstellte das BFA im ersten Jahr rund 90.000 Ausweise für
Vertriebene und prüft seither jährlich die Verlängerung. Im selben
Jahr kam es zu stark steigenden Asylantragszahlen, was eine weitere
erhebliche Belastung für das BFA darstellte. Nach dem Sturz des Assad
-Regimes im Jahr 2024 leitete das BFA rund 10.000
Aberkennungsverfahren bei syrischen Staatsangehörigen ein.

Im Bereich der Außerlandesbringungen konnte nun bereits das
dritte Jahr in Folge ein neuer Rekordwert erzielt werden. Dazu trugen
unter anderem tiefgreifende strukturelle Reformen und eine
organisatorische Neuausrichtung der BFA-Direktion bei. Seit dem
Beschluss des Asyl- und Migrationspakts auf europäischer Ebene im
Jahr 2024 bereitet sich das BFA auf allen Ebenen intensiv auf die
Umsetzung der neuen Regelungen ab 12. Juni 2026 vor.

„Die Herausforderungen der vergangenen Jahre – insbesondere die
hohen Antragszahlen 2022 und die geänderte Situation in der Ukraine
und in Syrien – haben eine kontinuierliche Anpassung unseres Amtes
erforderlich gemacht und konnten nur durch die hohe
Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
bewältigt werden. Ergebnis all dieser Bemühungen war die
bemerkenswerte Reduktion der Asylantragszahlen in den letzten drei
Jahren sowie die Halbierung der Abänderungs- und Behebungsquote durch
die zweite Instanz. Diesen Weg werden wir auch in den kommenden fünf
Jahren fortsetzen und weiter ausbauen. Dabei wird insbesondere die
Umsetzung des Asyl- und Migrationspakts im Fokus stehen, die in den
kommenden Jahren eine laufende Weiterentwicklung im Asyl- und
Fremdenwesen mit sich bringen wird“, betont Gernot Maier.

Beruflicher Werdegang

Gernot Maier wurde 1969 geboren und studierte
Rechtswissenschaften. Seinen Dienst begann er 1991 bei der Exekutive
und übernahm von 2007 bis 2008 die Leitung einer Erstaufnahmestelle
im damaligen Bundesasylamt. 2009 wechselte er ins Innenministerium,
wo er unter anderem als Leiter der Abteilung Grundversorgung und
Bundesbetreuung sowie als Referent für Migrationsangelegenheiten in
den Kabinetten der Innenminister Wolfgang Sobotka und Karl Nehammer
tätig war. Zudem leitete er das Büro von Staatssekretärin Karoline
Edtstadler. Darüber hinaus ist er seit 2004 im Fachbereich
Öffentliches Recht an einer österreichischen Universität tätig und
publiziert seit 2009 als Mitherausgeber und Redaktionsleiter die
Fremden- und Asylrechtlichen Blätter (FABL). Ab September 2020 war er
stellvertretender Direktor des BFA. Mit 1. April 2021 wurde Gernot
Maier von Innenminister Karl Nehammer zum BFA-Direktor bestellt.