Wien (OTS) – In der jüngsten Ausgabe der ORF-Nachwuchsreihe „Stars &
Talente“ am
Sonntag, dem 15. März 2026, um 17.55 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON,
kommt es zu einer besonderen künstlerischen Begegnung. Moderatorin
Leona König, auch Ideengeberin des Formats sowie Begründerin des
Musikförderpreises „Goldene Note“, arrangiert ein Treffen zwischen
dem ukrainischen Tenor Bogdan Volkov und der 17-jährigen
oberösterreichischen Fagottistin Annalena Klem. Die Chemie zwischen
der jungen Musikerin, die im Vorjahr „Goldene Note“-Finalistin war,
und dem Shooting-Star der Opernwelt, der mit 36 bereits zu den
international gefragtesten lyrischen Tenören seiner Generation zählt,
passte auf Anhieb. „Für mich geht der Respekt in beide Richtungen.
Das hat nichts mit dem Alter oder Status zu tun, sondern wie ernst
man seine Arbeit nimmt. Und wenn man schon in jungen Jahren sein
Leben der Kunst widmet, dann verlangt das sofort nach Respekt!“,
bringt Volkov seine Begeisterung für Talente wie Annalena Klem zum
Ausdruck. Bei ihrem gemeinsamen Auftritt werden die beiden am Klavier
von einem weiteren „Goldene Note“-Finalisten, Pianist David
Kropfreiter, begleitet.
Volkov: Durch Wettbewerbe „Mut und Selbstvertrauen gelernt“
Bereits seit frühester Kindheit wollte der aus der Ostukraine
stammende Bogdan Volkov musizieren und auftreten: Mit sechs Jahren
bettelte er seine Familie an, ihm ein Klavier zu kaufen, mit acht
entdeckte er dann den Gesang für sich und es dauerte nicht mehr
lange, bis er wusste, dass er diesen zum Beruf machen wollte. Nach
dem Studium am Glier Kyiv Institute of Music und dem Abschluss an der
Ukrainian National Tchaikovsky Academy of Music nahm der Tenor am
Young Artists Program des Bolschoi-Theaters in Moskau teil, in dessen
Ensemble er später aufgenommen wurde. Auf seinem Weg auf die
renommiertesten Bühnen der Welt – darunter die Wiener, Berliner und
Bayerische Staatsoper, die Mailänder Scala, La Monnaie in Brüssel,
das Londoner Royal Opera House oder die Metropolitan Opera in New
York – half ihm u. a. auch die Teilnahme an Wettbewerben. So gewann
Bogdan Volkov etwa Preise beim Pariser Opernwettbewerb 2015 oder beim
Operalia-Wettbewerb von Plácido Domingo 2016. „Ich halte Wettbewerbe
für sehr wichtig und habe schon als Kind an zahlreichen teilgenommen.
Erst dadurch habe ich Mut und Selbstvertrauen gelernt“, erzählt der
Künstler.
Klem: „Am wichtigsten ist, dass man einfach Musik macht mit
Leidenschaft“
Selbstvertrauen konnte Nachwuchsfagottistin Annalena Klem in
ihrem jungen Leben bereits gewinnen, und an Mut fehlt es ihr auch
nicht. „Vor Auftritten bin ich zwar meistens angespannt und etwas
nervös, aber wenn ich auf der Bühne bin, dann blendet sich alles
automatisch aus. Ich stehe einfach vorn und mache mein Ding“, verrät
der aus Ried in der Riedmark stammende Teenager. Ein wichtiger Freund
und Professor habe ihr mal gesagt, es sei nicht wichtig, dass man
beim Auftritt daran denkt, was man spielt, sondern: „Man soll sich
daran erinnern, warum man spielt, warum man so viel Zeit und Liebe in
die Musik investiert. Ich glaube, am wichtigsten ist, dass man
einfach Musik macht mit Leidenschaft.“ Diese hat Annalena ebenfalls
schon früh entdeckt, allerdings galt ihr Interesse zunächst der
Querflöte. Doch dann wollte sie mehr Herausforderung. „Flöte war mir
zu einfach. Fagott ist nicht nur technisch, sondern auch physisch
sehr anstrengend. Man braucht viele Muskeln, vor allem im
Mundbereich, und viel Stütze vom Luftraum.“ Neben der Musik lässt
auch das Reiten Annalenas Herz höherschlagen. „Ich liebe Pferde, weil
sie eine besondere Ausstrahlung haben. Man kann so viel von ihnen
lernen, zum Beispiel Geduld und dass man einfach zufrieden ist, auch
mit ganz kleinen Schritten. Das hilft fürs ganze Leben weiter,
besonders als Musikerin“, so die junge Künstlerin, die später am
liebsten im Orchester der Wiener Philharmoniker spielen würde. Beim
gemeinsamen Reitstallbesuch darf auch Leona König das Reiten
ausprobieren.
Zum Schluss der Sendung präsentieren Star und Talent, was sie
gemeinsam einstudiert haben: Die melancholische Arie „Una furtiva
lagrima“ des Nemorino aus Gaetano Donizettis Oper „L’elisir d’amore“
(Der Liebestrank). Bogdan Volkovs Fazit: „Wenn man musikalische
Momente miteinander teilen kann, indem etwas Neues entsteht, dann ist
das immer eine große Freude!“