St. Pölten (OTS) – „Junge Menschen wachsen in einer digital geprägten
Welt auf, in der
es keine Tabus mehr gibt. Das birgt Gefahren wie extreme
Rollenbilder, sexualisierte Darstellungen, Respektlosigkeit und
offene Gewalt in sich, schon im Volksschulalter haben Kinder zum
Beispiel Zugang zu pornografischen Inhalten“, sagte Landesrätin
Christiane Teschl-Hofmeister am heutigen Mittwoch in St. Pölten, wo
sie gemeinsam mit Lutz Köllner, Geschäftsführer der Jugend:info NÖ,
und Hedwig Wöfl, Geschäftsführerin der Kinderschutzorganisation die
möwe, die neue landesweite Initiative „Check den Respekt“ vorstellte.
„Es geht um den zunehmend verlorengegangenen Respekt voreinander,
es geht um Haltung, die Verantwortung, die jeder und jede Einzelne
übernimmt, und eine Gesellschaft, in der Gewalt keinen Platz hat.
Gleichstellung darf nicht nur diskutiert, sie muss auch gelebt
werden“, betonte die Landesrätin und verwies darauf, dass junge
Menschen vor allem durch Vorbilder geprägt würden. So sollen zum
Beispiel Trainer und Trainerinnen in Sportvereinen, Jugendleiter und
-leiterinnen, Feuerwehrkameraden und -kameradinnen, aber auch
Politiker und Politikerinnen „als analoge Role Models mit Influencern
in Konkurrenz treten“ und niederschwellig Gespräche anbieten, früh
intervenieren etc.
„Niederösterreich sagt Nein zu sexualisierter Gewalt, die schon
beim Lachen über sexualisierte Witze oder gefälschten Nacktbildern
beginnt. Grenzüberschreitungen dürfen nicht bagatellisiert werden.
Wir müssen hinschauen statt wegschauen und auf Augenhöge miteinander
reden“, unterstrich Teschl-Hofmeister.
Köllner erläuterte die Homepage www.checkdenrespekt.at , die
Kontaktdaten, Rechtsinformationen und ein angepasstes Toolkit mit
Checklisten, fertigen Materialien als Downloads, Social-Media-
Vorlagen u. a. enthält, mit denen Gemeinden, Vereine, Veranstaltungen
etc. zu einem „Safe Space für Jugendliche“ werden sollen: „Wir
brauchen eine Kultur, in der Grenzüberschreitung nicht verharmlost
wird. Respekt ist eine Entscheidung, die man jeden Tag aufs Neue
treffen muss.“
Wölfl sagte, „Check den Respekt“ solle präventiv wirken, Kinder-
und Jugendschutz mit Leben füllen und Maßnahmen so vermitteln, dass
sie auch ankommen: „Gewaltschutz beginnt beim Respekt voreinander,
Respekt wiederum braucht das Wissen darum, was erlaubt und was nicht
mehr in Ordnung ist. Sexismus beginnt bei abwertenden Bemerkungen
oder einem Grinsen und ist die Vorstufe von Gewalt.“
Nähere Informationen beim Büro LR Teschl-Hofmeister unter
02742/9005-12655, Dieter Kraus, und e-mail [email protected]
bzw. www.checkdenrespekt.at .