St. Pölten (OTS) – Ab dem kommenden Schuljahr 2026/2027 gibt es eine
umfassende
Neuordnung der niederösterreichischen Musikschulen. Durch den
verstärkten Ausbau von Gemeindekooperationen bei Musikschulen und
neuen Synergien in ihrer Verwaltung werden aus den bisher 113 nunmehr
74 Musikschulen, diese allerdings dafür breiter aufgestellt. 30 der
74 Musikschulen werden darüber hinaus als Musik- und Kunstschule
geführt, was bedeutet, dass die Musikschulen künftig neben Musik und
Darstellende Kunst auch weitere Kunstfächer aus den Bereichen der
Bildenden Kunst, Medienkunst oder Literatur anbieten können, welche
bis dato nur den Musik- und Kunstschulmodellregionen vorbehalten
waren.
„Ich freue mich, dass im Musikschulwesen des Landes
Niederösterreich so viel Dynamik ist und so viele Musikschulen sofort
zugesagt haben, im nächsten Jahr auch Kunstfächer zu unterrichten“,
zeigt sich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner begeistert. „Damit
schaffen wir für viele Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, lokal
in den Gemeinden Kunstunterricht zu erhalten – das ist ein
Meilenstein für die Belebung der Regionalkultur. Niederösterreich
wird damit zum österreichweiten Vorreiter und Kulturland Nummer
eins.“
Mehr als ein Drittel der Musikschulen haben sich bereits jetzt
dazu entschieden, ab Herbst Kunstfächer anzubieten, und zahlreiche
weitere haben darüber hinaus Interesse bekundet, im übernächsten
Schuljahr ebenfalls diesen Weg gehen zu wollen und sich damit zur
Musik- und Kunstschule zu entwickeln.
Da viele Musik- und Kunstschulen mehr Interessenten als
Unterrichtskapazitäten haben, wird auch die Anzahl der durch das Land
Niederösterreich geförderten Wochenstunden um 506 auf nunmehr
insgesamt 34.133 landesweit geförderte Unterrichtsstunden pro Woche
im neuen NÖ Musikschulplan zum Schuljahr 2026/2027 erhöht – das ist
ein bisher unerreichter Höchstwert. Auch die Zahl der am
Musikschulwesen beteiligten Gemeinden erhöht sich von 515 auf 517 (
von insgesamt 573 Gemeinden in ganz Niederösterreich). „Noch nie
zuvor in der Geschichte des Landes gab es so viele geförderte
Unterrichtsstunden für niederösterreichische Kinder und Jugendliche“,
freut sich Landeshauptfrau Johanna Mikl Leitner.
Für Martin Lammerhuber, Geschäftsführer der
Kultur.Region.Niederösterreich, sind Musik- und Kunstschulen
„wichtige Ausbildungsstätten und Institutionen der Regionalkultur, wo
Tradition und Innovation Platz haben und Begegnung und echtes
Miteinander im Vordergrund stehen. Kinder und Jugendliche lernen hier
nicht nur Techniken, sondern sie erleben und spüren das Verbindende
in der Kultur.“
Tamara Ofenauer-Haas, Geschäftsführerin des MKM Musik & Kunst
Schulen Management NÖ freut sich über das große Interesse der jungen
Menschen: „Mit rund 63.000 Musik- und Kunstschülerinnen haben die NÖ
Musik- und Kunstschulen im Schuljahr 2025/2026 einen neuen Höchstwert
erreicht und es freut mich sehr, dass so viele Kinder und Jugendliche
gemäß unseres Mottos ‚Durch Musik.Kunst.Kultur wachsen‘ in ihrer
Entwicklung begleitet werden. In den Musik- und Kunstschulen wird mit
Leidenschaft, Professionalität und großer Hingabe jene kreative Kraft
entfaltet, die unsere Gesellschaft nachhaltig bereichert.“
Im neuen NÖ Musikschulplan sind auch erstmals Indikatoren als
Teil des Förderwesens niedergeschrieben. Damit erhalten die Musik-
und Kunstschulen zusätzlich zur Drittelförderung der Personalkosten
für die derzeit 2.150 Musikschullehrenden und einer Strukturförderung
auch die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen ihre Förderung
um weitere Prozentpunkte zu erhöhen.
Mit dem neuen NÖ Musikschulplan wird ein umfassender
Reformprozess sichtbar abgeschlossen: Er bündelt die intensiven
Entwicklungsarbeiten der vergangenen Jahre und stellt die Musik- und
Kunstschulen stabil für die Zukunft auf. Während vielfach von
Reformen gesprochen wird, wurden diese im niederösterreichischen
Musikschulwesen tatsächlich umfassend umgesetzt: Der neue NÖ
Musikschulplan dokumentiert diesen intensiven Entwicklungsprozess und
bildet gleichzeitig den Auftakt für die nächsten Schritte.
Für weitere Informationen: MKM Musik & Kunst Schulen Management
Niederösterreich GmbH, Karoline Sinhuber, Kommunikation & Marketing,
Telefon und E-Mail: 0676 884 053 41, [email protected] ,
www.mkmnoe.at