St. Pölten (OTS) – In den Räumlichkeiten der Karl Landsteiner
Privatuniversität in Krems
wurde heute das neue Allergieforschungslabor CMA (Center for
Molecular Allergology) von LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf,
Rektorin Andrea Olschewski, DARC-Projektleiter Rudolf Valenta und
Huey-Jy Huang, Leiterin der CMA-Labors, offiziell eröffnet. Hier wird
erforscht, wie Allergien entstehen und wie man sie besser erkennen
und behandeln kann. Es werden Allergietests entwickelt, die zeigen,
welche Stoffe Menschen wirklich belasten – weltweit und speziell in
Niederösterreich. Diese Erkenntnisse helfen, Therapien gezielter und
leistbarer zu machen. Das Labor ist ein wichtiger Schritt, um
Allergiepatientinnen und -patienten im Alltag spürbar zu entlasten.
„Bereits heute ist weltweit jeder dritte Mensch von einer
Allergie betroffen, in zehn Jahren könnte es bereits jeder zweite
sein“, meinte Pernkopf, der auch betonte: „Allergien haben negative
Auswirkungen auf das Alltagsleben, beeinträchtigen Schlaf,
Leistungsfähigkeit und Konzentration. Deshalb setzen wir auf die
Wissenschaft – denn Forschung kann den Menschen das Leben wieder
leichter machen.“ Gerade in der Allergieforschung sei
Niederösterreich absolute Spitze. Das Danube Allergy Research
Cluster, kurz DARC, umfasse rund 100 Forscherinnen und Forscher der
Karl Landsteiner Privatuniversität, der Medizinischen Universität
Wien, der BOKU Wien und des Universitätsklinikums St. Pölten, führte
er weiter aus. Geleitet werde dieses starke Netzwerk von
Universitätsprofessor Rudolf Valenta, einem der weltweit führenden
Allergieforscher. Mit der heutigen Eröffnung des neuen
Allergieforschungslabors an der Karl Landsteiner Privatuniversität –
dem Center for Molecular Allergology unter der Leitung von Dr. Huey-
Jy Huang – werde ein weiterer Meilenstein gesetzt, so Pernkopf.
Drei Forscherinnen und Forscher arbeiten direkt hier vor Ort,
gleichzeitig profitieren alle Mitglieder des Netzwerks von der neuen
Infrastruktur. Insgesamt wurden dafür 940.000 Euro investiert,
getragen zu gleichen Teilen vom Land Niederösterreich und der
Medizinischen Universität Wien. Im Fokus stehen dabei unter anderem
innovative Allergie-Chips, die Allergien besonders früh und präzise
diagnostizieren sollen – mit dem Ziel, diese Technologie künftig
leistbar für alle verfügbar zu machen. Gleichzeitig wird an
revolutionären Therapieformen gearbeitet, die die Aktivierung von
Entzündungszellen verhindern sollen – etwa durch Nasensprays oder
Augentropfen, die bereits wirken, bevor Symptome überhaupt auftreten.
„Dieses neue Allergieforschungslabor ist ein wichtiger Teil des
Allergieforschungsnetzwerks ‚Danube Allergy Research Cluster‘ (DARC)
“, führte Universitätsprofessorin Andrea Olschewski, Rektorin der
Karl Landsteiner Privatuniversität in Krems, aus. „Es handelt sich um
ein zentrales Forschungsprojekt, das für die Wissenschaft und die
Gesundheitsversorgung der Bevölkerung von großer Bedeutung ist. Wir
erhoffen uns von den Ergebnissen einen direkten Nutzen für die
Patientinnen und Patienten. Unser großer Dank gilt dem Bundesland
Niederösterreich für die beachtliche Projektförderung“, so die
Rektorin.
Dieses Labor bedeutet nicht nur eine enorme Erleichterung für
Betroffene, sondern eröffnet auch Chancen für wirtschaftliche
Innovationen und Spin-offs. „Die Eröffnung dieses Labors ist ein
historischer Moment, weil wir in Krems nun ein Labor für molekulare
Allergieforschung haben“, hielt Universitätsprofessor Rudolf Valenta,
Leiter des DARC-Projekts, fest. Österreich sei mittlerweile führend
in der Entschlüsselung von allergieauslösenden Substanzen. „Wir haben
hier in diesem Labor eine vollständige ‚Kollektion‘ der wichtigsten
Allergene der Welt vereinen können. Die Baupläne für die Allergene
führen dazu, dass die Moleküle nun auch hergestellt werden können“,
sprach er einen weiteren Aspekt an. Das Bundesland Niederösterreich
habe mit Weitsicht auf dieses Thema gesetzt. Es sei Forschung, die
wirke, Niederösterreich an die Spitze bringe und das Leben vieler
Menschen in Zukunft wieder leichter machen werde, meinte er.
Huey-Jy Huang, Leiterin CMA-Labor, sagte: „Es geht um mehr
Individualisierung und um mehr Personalisierung, um mehr Menschen zu
helfen. Dieses neue Labor und das gesamte Forschungsnetzwerk leisten
weltweit führende Arbeit.“
Weitere Informationen: DI Jürgen Maier, Pressesprecher LH-
Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf, Telefon +43 2742 9005-12704,
Mobiltelefon +43 676 812 15283, E-Mail [email protected]