ÖGB-Lackner: Pflege voranbringen – Bessere Ausbildung und Arbeitsbedingungen für Pflegeheld:innen

Wien (OTS) – „Pflegekräfte kämpfen täglich mit Personalmangel,
niedrigen Löhnen
und schweren Arbeitszeiten – sie rücken zu selten in den Fokus“, sagt
Martina Lackner, ÖGB-Pflegeexpertin. Der ÖGB fordert daher einmal
mehr dringende Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in der
Pflegebranche.

Pflegealltag: Überlastung und Burnout

„Was es braucht, ist mehr Personal, ein fairer Verdienst und
bessere Arbeitsbedingungen“, betont Lackner. Die Branche leidet unter
systematischen Problemen: Überstunden ohne Ausgleich, fehlende
Anerkennung von Qualifikationen und psychische Belastungen sind
Alltag.

24h-Betreuung: Qualitätslücken schließen

Besonders kritisch ist die Lage in der 24-Stunden-Betreuung, wo
über 55.000 Menschen tätig sind: „Hier fehlen oft berufsspezifische
Ausbildungen, Deutschkenntnisse und Kontrollmechanismen. Fragwürdige
Vermittlungsagenturen machen auf Kosten der Betreuer:innen schnelles
Geld – das muss enden“, so Lackner.

Der ÖGB fordert, die Qualitätsvorgaben weiterzuentwickeln und zu
vereinheitlichen. Betreuungskräfte sollen verbindlich in die
Qualitätssicherung eingebunden werden – durch höhere
Ausbildungsstandards, klare Regeln für Vermittlungsagenturen und
regelmäßige Kontrollen. „Die 24-Stunden-Betreuung darf kein
Billiglohnsektor sein, sondern muss professionelle Standards
erfüllen.“

Die Gewerkschafterin schließt: „Pflege ist Lebensarbeit. Ohne
sofortige und nachhaltige Investitionen ist unser Sozialsystem in
Gefahr.“