Wien (OTS) – Die Österreichische Kardiologische Gesellschaft (ÖKG)
begrüßt die
Veröffentlichung des EU-Cardiovascular-Health-Plans durch die
Europäische Kommission am 16. Dezember 2025 als bedeutenden
Meilenstein im Kampf gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) – der
häufigsten Todesursache in Europa. Herz-Kreislauf-Erkrankungen
fordern in der EU jährlich rund 1,7 Millionen Todesfälle und
betreffen über 60 Millionen Menschen – mit starkem Einfluss auf
Leben, Gesundheitssysteme und Wirtschaft.
Ohne entschlossene Maßnahmen werden sowohl die Anzahl der
Erkrankungen als auch die Sterbezahlen in Europa deutlich steigen:
Prognosen zeigen, dass die kardiovaskuläre Erkrankungsrate bis 2050
um bis zu 90 % und die Sterblichkeit um über 70 % zunehmen könnte.
Auch in Österreich stellen Herz-Kreislauf-Erkrankungen weiterhin
die häufigste Todesursache dar: Mit rund 34,3 % aller Todesfälle sind
CVDs dominierend verantwortlich und führen jährlich zu mehr als
30.000 Todesfällen.
Die ÖKG war an der Erarbeitung des EU-Plans federführend
beteiligt. Einer der Autoren ist Prof. Daniel Scheer, Präsident der
Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft. Prof. Scheer betont:
„Dieser Health-Plan ist dringend notwendig, weil Herz-Kreislauf-
Erkrankungen weiterhin Millionen Menschenleben in Europa kosten.
Österreich braucht jetzt, analog zur europäischen Strategie, einen
nationalen Cardiovascular Health-Plan, der Prävention, Früherkennung
und innovative Behandlungswege stärker in den Fokus rückt.“
Der EU-Plan verfolgt konkrete Ziele bis 2035, darunter
insbesondere eine Reduktion der vorzeitigen kardiovaskulären
Sterblichkeit um 25 % sowie die Unterstützung der Mitgliedstaaten bei
der Verringerung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes und
Adipositas. Im Fokus stehen Prävention, Frühdiagnostik, digitale
Gesundheit und gemeinsame europäische Standards. Prof. Scheer fügt
hinzu: Wir müssen die steigenden Raten von Risikofaktoren wie
Bluthochdruck, Diabetes und Adipositas entschlossen bekämpfen und die
Versorgung für alle Menschen verbessern.“
Die ÖKG wird den Dialog mit nationalen Entscheidungsträgern
unterstützen, um die Umsetzung dieses Plans in Österreich fördern.
Kontakt und Medienkoordination:
Prof. Lukas J. Motloch
Telefon: 0664 834 5488
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