Wien (OTS) – Die Verbauung des Khleslplatzes sorgt weiterhin für
breite
Diskussionen in Meidling. Für Gemeinderat Lorenz Mayer,
Bezirksparteiobmann der Wiener Volkspartei Meidling, ist klar: Der
Schutz des historischen Ensembles ist nicht verhandelbar. „Der
Khleslplatz ist eines der bedeutendsten historischen Zentren
außerhalb der Inneren Stadt. Wer hier leichtfertig verbaut, greift in
ein gewachsenes Ortsbild ein, das über Jahrhunderte Bestand hatte“,
betont Mayer.
Zwtl.: Bürgerbeteiligung ernst nehmen
Das große Interesse am ORF-Format „Ein Ort am Wort“ vor Ort habe
deutlich gezeigt, dass die Menschen nicht nur informiert werden,
sondern aktiv mitgestalten wollen. „Die Bürgerinnen und Bürger haben
konkrete Ideen für die Zukunft des Khleslplatzes. Sie wollen
Verantwortung für ihr Grätzl übernehmen. Das verdient Respekt und
ernsthafte Einbindung – nicht bloß symbolische Beteiligung“, so
Mayer.
Bereits die Petition gegen die Verbauung habe eindrucksvoll
gezeigt, wie groß die Sorge um das historische Ensemble ist. „Über
1.500 Unterschriften sprechen eine klare Sprache. Trotzdem wurden die
Anliegen der Menschen übergangen“, kritisiert Mayer.
Zwtl.: Keine Alibi-Beteiligung
Bürgerbeteiligung sei ausdrücklich zu begrüßen, so Mayer weiter –
allerdings nur dann, wenn sie diesen Namen auch verdient. „Es reicht
nicht, am Ende eines Projekts über Parkbänke oder Blumenkisten
abstimmen zu lassen. Wenn Beteiligung ernst gemeint ist, dann müssen
Anrainerinnen und Anrainer frühzeitig eingebunden werden und echte
Mitgestaltungsmöglichkeiten erhalten.“
Die Vorgänge rund um die Flächenwidmung sowie der bereits
erfolgte Abriss historischer Bausubstanz hätten das Vertrauen vieler
Menschen erschüttert. Der Verlust eines seit Jahrhunderten
dokumentierten Baujuwels am Khleslplatz zeige, wie sensibel mit
diesem Ort umgegangen werden müsse.
Zwtl.: Historisches Ensemble schützen
Unabhängig von künftigen Beteiligungsformaten bleibt für Mayer
eines zentral: „Der Schutz der ältesten Schutzzone Wiens außerhalb
der Innenstadt ist nicht verhandelbar. Das historische Ensemble des
Khleslplatzes muss bewahrt werden – im Interesse der heutigen und
künftigen Generationen.“
Abschließend fordert Mayer die SPÖ-Neos-Stadtregierung auf, die
Sorgen der Bevölkerung ernst zu nehmen und den Kurs zu korrigieren:
„Wer Politik gegen die eigene Bevölkerung macht, gefährdet das
Vertrauen in unsere Demokratie. Der Khleslplatz verdient Schutz,
Transparenz und echte Mitsprache – keine Entscheidungen über die
Köpfe der Menschen hinweg.“