Wien (OTS) – Mit scharfer Kritik reagieren Klubobmann Harald Zierfuß,
Sozialsprecherin Ingrid Korosec und Petitionssprecherin Sabine Keri
auf das endgültige Aus des Inklusionsprojekts P.I.L.O.T. Das vom
Fonds Soziales Wien (FSW) finanzierte Projekt ermöglichte
nachweislich vielen jungen Menschen mit Behinderung den Einstieg in
den Arbeitsmarkt. Trotz nachgewiesener Erfolge, breiter Unterstützung
und einer Petition mit mehr als 500 Unterschriften wurde die
Finanzierung durch den FSW beendet.
Zwtl.: Gespart wird dort, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird
„Gerade Menschen mit Behinderung brauchen beim Übergang in den
Arbeitsmarkt oft individuelle Unterstützung. P.I.L.O.T. hat genau
diese Unterstützung geboten und dadurch vielen jungen Menschen mehr
Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Dass
ausgerechnet ein erfolgreiches Projekt in diesem sensiblen Bereich
eingestellt wird, ist ein sozialpolitisches Armutszeugnis für die SPÖ
-Neos-Stadtregierung“, kritisiert Klubobmann Harald Zierfuß.
Sozialsprecherin Ingrid Korosec verweist auf die langfristigen
Auswirkungen der Entscheidung: „Wer Menschen mit Behinderung den Weg
in den Arbeitsmarkt erleichtert, stärkt ihre Selbstständigkeit, ihre
gesellschaftliche Teilhabe und entlastet langfristig auch das
Sozialsystem. Es ist daher völlig unverständlich, dass ein Projekt
mit nachweisbarem Nutzen unter Verweis auf budgetäre Überlegungen
eingestellt wird. Soziale Politik bedeutet, dort zu investieren, wo
sie Menschen nachhaltig Chancen eröffnet – und nicht ausgerechnet
dort zu sparen.“
Zwtl.: Petition und Betroffene einfach übergangen
Petitionssprecherin Sabine Keri kritisiert insbesondere den
Umgang mit der Bürgerinitiative: „Mehr als 500 Menschen haben sich
für den Erhalt dieses Projekts ausgesprochen. Betroffene Familien,
Angehörige und Unterstützer haben eindringlich auf die Bedeutung von
P.I.L.O.T. hingewiesen. Dass die berechtigten Anliegen dieser
Menschen letztlich kein Gehör fanden, ist ein fatales Signal der SPÖ-
Neos-Stadtregierung und wird dem Anspruch einer bürgernahen Politik
nicht gerecht. Ausgerechnet bei einem Projekt zu sparen, das Menschen
dabei hilft, im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und auf eigenen Beinen zu
stehen, ist völlig verfehlt. Wer ernsthaft von Inklusion spricht,
darf genau dort nicht den Rotstift ansetzen. Die jährlichen Kosten
von rund 225.000 Euro stehen in keinem Verhältnis zu den Summen, die
die SPÖ-Neos-Stadtregierung gleichzeitig für Prestigeprojekte
ausgibt.“
Abschließend fordern Zierfuß, Korosec und Keri die SPÖ-Neos-
Stadtregierung auf, ihre Entscheidung zu überdenken: „Die SPÖ-Neos-
Stadtregierung präsentiert Wien gerne als soziale Vorzeigestadt. Doch
mit der Einstellung eines nachweislich erfolgreichen
Inklusionsprojekts für junge Menschen mit Behinderung offenbart sie
die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Soziale Politik zeigt
sich nicht in Sonntagsreden, sondern im konkreten Handeln. SPÖ und
Neos müssen diese Fehlentscheidung korrigieren und dafür sorgen, dass
junge Menschen mit Behinderung wieder jene Unterstützung erhalten,
die ihnen den Weg in ein selbstbestimmtes Leben und den ersten
Arbeitsmarkt eröffnet.“