Wien (OTS) – „Der Europatag ist ein Tag der Freude, des Stolzes und
der
Zuversicht. Was einst als Friedensprojekt begann, ist heute die
erfolgreichste politische Gemeinschaft und der größte Binnenmarkt
unserer Zeit. Österreich hat enorm davon profitiert, Teil dieser
europäischen Gemeinschaft zu sein – wirtschaftlich, kulturell und als
starke Stimme in der Welt“, betont Christian Stocker, Bundeskanzler
und ÖVP-Bundesparteiobmann, anlässlich des morgigen Europatages und
weiter: „Diese Stärke zu bewahren, ist die große Herausforderung
unserer Zeit. Die aktuellen geopolitischen Verwerfungen sollten wir
auch als Chance begreifen: Jetzt ist der Moment, in dem Europa
selbstbewusster und strategisch autonomer werden muss. Unsere
Einigkeit und Resilienz sind dabei der Schlüssel zum Erfolg. Mit
klaren politischen Weichenstellungen muss die EU ihre
Handlungsfähigkeit unter Beweis stellen und ihre Rolle als globaler
Innovations- und Wohlstandsmotor neu definieren. In einer Zeit, in
der vielerorts auf Abschottung und nationale Alleingänge gesetzt
wird, zeigt Europa, dass wahre Stärke aus Zusammenarbeit, Offenheit
und Zusammenhalt entsteht – nicht aus Isolation. Die Volkspartei wird
immer auf der Seite eines geeinten, offenen und starken Europas
stehen.“
„Der Europatag erinnert uns daran, was Europa für uns heute ganz
selbstverständlich möglich macht: Reisen ohne Grenzkontrollen,
Studieren im Ausland, Roaming ohne Zusatzkosten und Arbeitsplätze
durch den Binnenmarkt. Viele Menschen steigen heute ins Auto, fahren
Richtung Italien und merken oft gar nicht mehr, wann sie die Grenze
überqueren. Junge Menschen studieren ein Semester in Spanien oder
absolvieren ein Praktikum in einem anderen europäischen Land.
Unternehmen aus Österreich exportieren ihre Produkte in ganz Europa
und sichern damit Arbeitsplätze direkt vor der eigenen Haustür“, sagt
Europaministerin Claudia Bauer und setzt fort: „Aber genau dieses
Europa, wie wir es heute kennen, ist alles andere als
selbstverständlich. Noch vor wenigen Jahrzehnten war Europa durch den
Eisernen Vorhang geteilt – mit Stacheldraht, Wachtürmen und streng
bewachten Grenzen. Die Errungenschaften der Europäischen Union wurden
hart erarbeitet. Gerade deshalb dürfen wir nie vergessen, welchen
Wert Frieden, Freiheit und Zusammenarbeit in Europa haben. Gerade
jetzt braucht es ein Europa, das selbstbewusst auftritt, klar sagt,
wofür es steht, und seine Interessen auch durchsetzt. Europa muss
aufgrund seiner wirtschaftlichen Stärke auch politisch wieder stärker
wahrgenommen werden. Wir müssen bei geopolitischen Entscheidungen mit
am Tisch sitzen und den Kurs selbst bestimmen, anstatt nur Beifahrer
zu sein.“
„Europa steht vor enormen Herausforderungen in einer Welt im
Wandel, der Druck von außen und innen wächst“, fügt der ÖVP-
Delegationsleiter im EU-Parlament, Reinhold Lopatka, hinzu und
weiter: „Wir haben den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine
direkt vor der Haustüre der EU. Die Eskalation im Nahen Osten sorgt
nicht nur für eine Energiekrise mit rasant steigenden Preisen,
sondern erschüttert darüber hinaus die globalen Lieferketten etwa für
Düngemittel oder die Halbleiterproduktion. Die seit Jahrzehnten
etablierte internationale Rechtsordnung steht von vielen Seiten unter
Druck. Große internationale Spieler wie Russland, China und derzeit
leider auch die US-Führung versuchen, Europa zu schwächen und zu
spalten. Unterstützung erhalten sie dabei durch Rechtsparteien wie
die FPÖ und ihre Verbündeten, die die Europäische Union von innen
zerstören wollen. Umso mehr brauchen wir daher ein geeintes und
starkes Europa. Nur so können wir unsere Interessen wirksam
vertreten: wirtschaftlicher Aufschwung durch den Ausbau des
Binnenmarktes, den Abschluss von mehr Handelsabkommen und den Abbau
von Bürokratie, mehr und engere Zusammenarbeit bei Verteidigung und
Sicherheit und Erfolge bei der EU-Erweiterung.“