Potsdam (OTS) – Potsdam (ots)
– Prof. Dr. Patrick Ebel entwickelt mit seinem Team computergestützte
Nutzermodelle, die menschliches Verhalten simulieren
– Erkenntnisse sollen Mensch-Computer-Interaktionen verbessern, etwa
beim automatisierten Fahren
– Am HPI sollen erstmals Modelle der Kognition und Biomechanik
kombiniert werden
Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) baut seine Kompetenz in der
Mensch-Maschinen-Interaktion aus. Seit dem 1. März 2026 leitet Prof.
Dr. Patrick Ebel den neuen Fachbereich „Computational Interaction“ an
der gemeinsamen Digital Engineering Fakultät mit der Universität
Potsdam.
Patrick Ebel ist Experte für die Optimierung von Interaktionen
zwischen Menschen und Maschinen. An der Universität Köln promovierte
er 2023 zur datengetriebenen Evaluation von Informationssystemen in
Fahrzeugen. Seitdem leitete er eine Forschungsgruppe zur Entwicklung
computergestützter Nutzermodelle am Kompetenzzentrum für Künstliche
Intelligenz, Datenwissenschaften und Big Data der Universitäten
Leipzig und Dresden (Center for Scalable Data Analytics and
Artificial Intelligence, ScaDS.AI).
Die Modellierung menschlichen Interaktionsverhaltens im Umgang
mit Computern, Smartphones und Informationssystemen in Autos bildet
den Kern seiner Arbeit. Solche Systeme werden immer intelligenter und
komplexer. Die Arbeit von Prof. Ebels Forschungsgruppe soll helfen,
diese Systeme so zu entwickeln, dass sie im Einklang mit den Zielen,
Fähigkeiten und Intentionen der Nutzer:innen stehen. Dazu nutzt Ebel
Modelle, die menschliche Wahrnehmung, Motorik und Biomechanik
simulieren. Mit Hilfe dieser Modelle können interaktive Systeme
schnell und kostengünstig evaluiert werden, um nutzerfreundliche
Designs zu entwickeln.
„Am HPI wollen wir computergestützte Nutzermodelle einzelner
menschlicher Aspekte zu ganzheitlichen ’simulierten Nutzer:innen‘
weiterentwickeln, indem wir die Modelle der Kognition, Wahrnehmung
und Biomechanik miteinander integrieren. Ich freue mich darauf, mit
den hervorragenden Forschenden und talentierten Studierenden des HPI
zusammenzuarbeiten und eine neue Perspektive auf die Entwicklung und
das Design interaktiver Systeme einzubringen“, sagt Prof. Ebel.
Die Forschungsgruppe um Prof. Patrick Ebel arbeitet und forscht
an der Schnittstelle von maschinellem Lernen, Kognitionsmodellierung
und Mensch-Computer-Interaktion. Das Team entwickelt dafür sowohl
datengetriebene als auch sogenannte Reinforcement-Learning-Modelle.
Letztere erlernen Verhaltensweisen nach dem „Trial-and-Error“-
Prinzip, indem sie mit ihrer Umgebung interagieren und je nach Erfolg
„Belohnungen“ erhalten.