Wien (OTS) – – Weniger Frauen in Vollzeit: 65 % der Frauen arbeiten
Vollzeit, bei
Männern sind es 90 %
– Lohnlücke über OECD-Schnitt: Der Gender Pay Gap liegt mit 18 %
deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 12 %
– Stabile Spitze im Ranking: Island, Luxemburg und Neuseeland führen
den Index seit der COVID-Pandemie an
Bei der Gleichstellung von Frauen am Arbeitsmarkt herrscht in
Österreich weitgehend Stillstand. Der aktuelle PwC Women in Work
Index , der jährlich die Arbeitsmarktsituation von Frauen in OECD-
Ländern analysiert, zeigt: Österreich liegt weiterhin im unteren
Drittel und belegt Rang 27 von 33 Ländern.
Etwa 65 % der Frauen arbeiten hierzulande in Vollzeit. Bei den
Männern sind es hingegen 90 %. Viele Frauen sind zwar erwerbstätig,
jedoch häufiger in Teilzeit beschäftigt – mit entsprechend geringeren
Aufstiegschancen. Auch beim Einkommen bleibt die Ungleichheit
bestehen: Der Gender Pay Gap liegt in Österreich mit 18 % weiterhin
deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 12 %.
„ Während Unternehmen mit wirtschaftlichen Herausforderungen
kämpfen, gerät Gleichstellung häufiger in den Hintergrund “, sagt
Agatha Kalandra, Vorständin bei PwC Österreich. „ Gleichstellung
braucht eine klare Verankerung in der Unternehmensstrategie, flexible
Arbeitszeitmodelle, neue Führungsformen wie Dual Leadership und
angepasste HR-Prozesse im Recruiting und Talent Management. “
Zwtl.: Spitzenländer setzen auf strukturelle Maßnahmen
Die Rangliste des Women in Work Index zeigt seit COVID-19 eine
bemerkenswerte Stabilität. Island, Luxemburg und Neuseeland belegen
bereits zum fünften Mal in Folge die Spitzenplätze. Die
Vorzeigeländer setzen einen starken Fokus auf strukturelle
Rahmenbedingungen – etwa flexible Elternzeitmodelle und ein breites
Angebot an Kinderbetreuung. Diese Maßnahmen erleichtern es jungen
Familien, Beruf und Privates zu vereinen und ihre Karriere
fortzusetzen.
„ Die Erfahrungen der Spitzenländer zeigen klar: Investitionen in
strukturelle Maßnahmen wirken. Fehlende Kinderbetreuung, starre
Arbeitsmodelle und anhaltende Gehaltsunterschiede verhindern
hingegen, dass top ausgebildete Talente voll genutzt werden “, so
Kalandra.
Über den Women in Work Index
Der Women in Work Index ist ein gewichteter Durchschnitt aus fünf
Indikatoren, die Aufschluss über die Arbeitsmarktergebnisse von
Frauen geben, darunter die Erwerbsquote von Frauen, die
Arbeitslosenquote und die Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern.
Der Index bezieht sich jährlich auf das vorletzte Jahr – in diesem
Fall auf 2024. Der Index ist hier im Detail verfügbar:
https://direkt.pwc.at/women-in-work
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