Sicherheitsausbau für B317 fixiert

Klagenfurt (OTS) – Nach jahrzehntelangen Diskussionen und
Verhandlungen haben sich
Bundesminister Peter Hanke und Landeshauptmann-Stellvertreter Martin
Gruber auf einen sicheren Ausbau der B317 Friesacher Straße geeinigt
und dazu heute in der Kärntner Landesregierung ein
Arbeitsübereinkommen unterzeichnet.

Seit dem vergangenen Herbst wurde in einer gemeinsamen
Arbeitsgruppe mit der ASFINAG und dem Mobilitätsministerium daran
gearbeitet. Es legt die weiteren Schritte sowie deren Finanzierung
und somit eine konkrete Planungsgrundlage fest. „Nach
jahrzehntelangen Diskussionen ohne Ergebnis ist es uns nun erstmals
gelungen, mit dem Bund konkrete Schritte zur B317 festzulegen. Das
Arbeitsübereinkommen ist mit einem Zeitplan und einer Finanzierung
hinterlegt. Das ist ein echter Meilenstein“, betonte
Straßenbaureferent LHStv. Martin Gruber.

Mobilitätsminister Peter Hanke betonte: „Mit dem historischen
Übereinkommen setzen wir einen entscheidenden Schritt für mehr
Sicherheit auf der B317. Jeder Verkehrstote ist einer zu viel. Der
Ausbau mit baulicher Mitteltrennung schützt Menschenleben und schafft
eine leistungsfähige Verbindung für die Region. Wir investieren
gezielt, vermeiden zusätzlichen Transitverkehr und verbrauchen
wesentlich weniger Boden. Nach Jahren der Diskussion beginnt nun die
Umsetzung – für Pendlerinnen und Pendler, Anrainer und die regionale
Wirtschaft.“

Kern dieser Einigung ist, dass die B317 zwischen St. Veit Nord
und Friesach Nord in die Zuständigkeit des Landes Kärnten übergeht
und somit der Sicherheitsausbau über das Land erfolgt. Der Bund
stellt dafür laut ersten Schätzungen finanzielle Mittel in Höhe von
rund 400 Millionen Euro zur Verfügung. Der gesamte Streckenabschnitt
soll somit aus dem Bundesstraßengesetz herausgenommen werden. Im
Gegenzug wird die finanzielle Bedeckung durch den Bund im
Bundesstraßengesetz gesetzlich verankert. „Wir sprechen hier von
einer Investition von 400 Millionen Euro in Kärnten. Die B317
sicherer zu machen, ist ein Mammutprojekt für uns als Land. Aber wir
nehmen diese Verantwortung auf uns, weil es einen entscheidenden
Beitrag für mehr Verkehrssicherheit bedeutet“, so Gruber.

Die Ziele des Arbeitsübereinkommens sind unter anderem die
Erhöhung der Verkehrssicherheit, die Lenkung des regionalen
Schwerverkehrs und ein möglichst geringer Bodenverbrauch, um
wertvolle Agrarflächen zu erhalten. Dabei sollen keine neue
Transitrouten entstehen und keine kleinräumigen Ausweichstrecken
geschaffen werden. Vielmehr will man die regionale Erreichbarkeit der
Mittelkärntner Täler und Unterzentren sowie der Industrie- und
Wirtschaftsstandort Treibach stärken.

„Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen Beteiligten – sowohl
bei den Vertreter:innen des Landes Kärnten als auch des
Mobilitätsministeriums und der ASFINAG. Derartige Einigungen können
nur gelingen, wenn alle Seiten einen Schritt aufeinander zugehen. Das
ist hier gelungen – im Sinne der Verkehrssicherheit für alle
Kärnterinnen und Kärntner“, hielt Mobilitätsminister Hanke fest.

Zentral bei der vereinbarten Lösung ist, dass es zu keinem
Rückbau der Straße kommen wird, wie es bereits im Raum stand, sondern
eine Mitteltrennung sowie ein vierspuriger Straßenquerschnitt
umgesetzt werden sollen. Die Baumaßnahmen bzw. Bestandssanierungen
werden in drei Bereichen erfolgen: in Friesach, in Zwischenwässern
und in St. Veit Nord. In den Bereichen Friesach und St. Veit Nord
soll eine Mitteltrennung mit einem vierstreifigen Querschnitt
errichtet werden, während in Zwischenwässern der aktuelle Bestand
saniert wird und das Brückentragwerk der ÖBB angepasst werden soll.
Zwischensanierungen sollen sofort nach Änderung des
Bundesstraßengesetzes 2027/2028 beginnen. Der erste Bauabschnitt des
Sicherheitsausbaues im Bereich Friesach startet nach derzeitigem Plan
im Jahr 2032. Die Verkehrsfreigabe ist für 2039 vorgesehen und damit
um sechs bis sieben Jahre früher als es bei einem Ausbau in anderen
Varianten möglich gewesen wäre.

Die Umsetzung des Sicherheitsausbaus durch das Land Kärnten
bringt aber noch weitere Vorteile mit sich. So kommt es zu keiner
Schließung von Anschlussstellen. Zudem bleibt eine Anbindung an das
Gurktal für Betriebe in Hirt bestehen und die Straße wird nicht
bemautet. „Positiv hervorzuheben ist auch, dass statt 30 nur zehn
Hektar Boden verbraucht werden. Das ist im Hinblick auf die Sicherung
wertvoller Agrarflächen von großer Bedeutung“, betont Gruber.

Abschließend sprach der Landeshauptmannstellvertreter
insbesondere Minister Hanke sowie Straßenbaudirektor Volker Bidmon
und allen Beteiligten seinen ausdrücklichen Dank aus. „Mit Minister
Hanke waren nach vielen mühsamen Jahren endlich Gespräche auf
Augenhöhe möglich. Volker Bidmon hat mit seinem Team ebenso für
dieses Ergebnis gekämpft wie ich. Und der heutige Tag zeigt, dass
sich Kämpfen am Ende lohnt!“ (Schluss)