Sima/Steinhart: Baustart Simmeringer Hauptstraße – Hitze-Hot-Spot wird klimafit!

Wien (OTS) – „Raus aus dem Asphalt“! – In der ganzen Stadt wird unter
diesem Motto
entsiegelt und begrünt. Auch in Simmering geht es Schlag auf Schlag.
Zuletzt wurde der Enkplatz umfassend begrünt und mit 38 neuen Bäumen
versehen, 2024 läutete das „Entrée Simmering“ auf Höhe der
Litfaßstraße den Anfang der Umgestaltung auf der Simmeringer
Hauptstraße ein. Nun erhält der weiterführende rund 700 Meter lange
stark versiegelte Abschnitt zwischen Litfaßstraße und Zippererstraße
– basierend auf einer Bürger*innenbefragung – ein umfassendes Glow-
Up! Heute haben Mobilitätsstadträtin Ulli Sima und Thomas Steinhart,
Bezirksvorsteher vom 11. Bezirk, offiziell den Startschuss für die
Bauarbeiten gegeben, geplantes Bauende ist Sommer 2027.

“Unsere ‚Raus aus dem Asphalt“-Offensive in Simmering geht
weiter! Wir sorgen nun auf der Simmeringer Hauptstraße für mehr
Begrünung und Kühlung – und zwar im stark versiegelten Abschnitt
zwischen Litfaßstraße und Zipperer Straße, der ein echter Hitze-
Hotspot ist. Wir entsiegeln fast 9.000 qm Fläche, schaffen 3.000
zusätzliche qm Begrünung, 52 neue Bäume und 25 Hochstammsträucher
werden im Sommer angenehmen Schatten spenden“, so Planungsstadträtin
Ulli Sima , die sich beim Bezirk für die sehr gute Kooperation
bedankt.

„Mit der Neugestaltung der Simmeringer Hauptstraße machen wir
einen weiteren wichtigen Schritt für ein lebenswertes Simmering. Mehr
Bäume, mehr Grünflächen und mehr Platz zum Verweilen sorgen künftig
für mehr Lebensqualität im Grätzl“, so Bezirksvorsteher Thomas
Steinhart.

Stark versiegelte Verkehrsader verwandelt sich zur begrünten
Flaniermeile

Die beliebte Geschäftsstraße ist dicht bebaut und verfügt über
nur wenige Grünflächen, der Versiegelungsgrad des Projektabschnittes
liegt bei 99,58 Prozent. Daher wurde in der Planung vor allem darauf
geachtet, den Grünflächenanteil auf der Simmeringer Hauptstraße zu
erhöhen und für umfassende Entsiegelung zu sorgen.

Bereits im Oktober 2024 wurde am Entrée der Simmeringer
Hauptstraße auf Höhe der Litfaßstraße der Auftakt für die
Umgestaltung gemacht – mit vier neuen Platanen, einer Grünfläche,
Verbesserungen für die bestehenden Bäume sowie Bänken und einem
Trinkhydranten für heiße Tage.

52 neue Bäume, 25 Hochstammsträucher und 3.000 m² neue
Grünflächen

Weiter geht es nun im Abschnitt bis vor die Zippererstraße: Im
Zuge der Neugestaltung sind 52 neue Bäume in unterschiedlicher Größe
geplant. Sie werden die charakteristische Platanenreihe der
Simmeringer Hauptstraße fortsetzen und künftig wertvollen Schatten
spenden. Die zahlreichen Einbauten unter der Straßenoberfläche wurden
bei den Pflanzungen mitberücksichtigt. Überall dort, wo etwa wegen
darunterliegender Leitungen, keine Bäume gepflanzt werden können,
setzt die Stadt auf Hochstammsträucher und Großsträucher.

Auch in der Simmeringer Hauptstraße sollen 25 neue, baumähnliche
Hochstammsträucher Platz finden. Bestehende Bäume bleiben erhalten.
Für mehr Artenvielfalt, Frische und Farbe im Straßenraum sind rund
3.000 m² Grünbeete geplant.

„Klimagerechte Planung ist eine Investition, die sich mehrfach
auszahlt. Durch mehr Grün und natürliche Kühlung werten wir die
Simmeringer Hauptstraße spürbar auf und schaffen einen Raum mit hoher
Aufenthaltsqualität. Wenn Menschen sich wohlfühlen und gerne
flanieren, stärkt das direkt die lokale Wirtschaft und hebt die
Lebensqualität“, so NEOS Wien Gemeinderätin und Bezirkssprecherin
Dolores Bakos.

5.900 qm helle Pflasterung und mehr Platz für Fußgänger*innen

Der Abschnitt der Simmeringer Hauptstraße soll nicht nur grüner,
schattiger und attraktiver gestaltet werden, sondern insgesamt besser
zu nutzen sein – besonders, wenn man zu Fuß unterwegs ist.

Für weniger Hitzeentwicklung im Sommer kommt eine helle
Pflasterung für die Gehbereiche, damit diese sich weniger stark
aufheizen. In Summe werden durch die Neuerungen rund 5.900 m² Asphalt
entsiegelt. Die Gestaltung des Straßenraums wird für eine angenehme
Unterteilung, gute Sichtachsen und verbesserte Blickbeziehungen an
den Kreuzungen sorgen. Stellenweise werden die Gehwege breiter
angelegt, damit mehr Platz für das Gehen entsteht. Außerdem werden
Querungen für Fußgänger*innen sicherer und barrierefrei gemacht und
Haltestellen verbessert.

Zwei Trinkhydranten spenden in Zukunft frisches Wasser in bester
Qualität und sorgen so für ein besseres Mikroklima.

Die Geschichte Simmerings vor Ort entdecken

Um weitere Aufenthaltsbereiche zur Begegnung und Erholung zu
schaffen, werden etliche kleine Aufenthaltsbereiche mit 30 neuen
Sitzgelegenheiten errichtet.

Ein Highlight gibt es in Zukunft für alle
Geschichtsinteressierten: Im gesamten Projektgebiet werden bald
verteilt Granitelemente mit eingravierten Fragestellungen und QR-
Codes installiert. Jede dieser Installationen greift eine
unterschiedliche Fragestellung auf und lädt dazu ein, die
Lokalgeschichte Simmerings zu entdecken. Durch das Scannen des
jeweiligen QR-Codes können Interessierte spannende Informationen über
die Geschichte der Simmeringer Hauptstraße sowie über die Geschichte
Wiens abrufen.

Rinnböckstraße als fahrradfreundliche Straße nebenan

Parallel zur Simmeringer Hauptstraße verläuft die Rinnböckstraße.
Erst Ende 2025 wurde die neugeschaffene Radachse fertiggestellt,
welche nun die Haupt-Radroute durch den Bezirk darstellt. Von der
Kopalgasse bis zur Schneidergasse hat sich die Rinnböckstraße in eine
Fahrradstraße verwandelt. Ab der Schneidergasse geht es auf einem bis
zu 3 m breiten, komfortablen Zwei-Richtungs-Radweg bis zum Rennweg.
Unter dem Motto „Raus aus dem Asphalt“ wurden entlang dieser Strecke
über 800 m 2 Grünflächen entsiegelt, die mit Staudenbeeten bepflanzt
wurden. Zusätzlich verbessern zwölf neu gepflanzte Bäume und elf
Hochstammsträucher das Mikroklima des Grätzls nachhaltig.

Wünsche von Bürger*innenbefragung werden umgesetzt

Um die Simmeringer Bevölkerung von Beginn an in das Projekt
einzubeziehen, fand im Frühjahr 2025 eine Befragung dazu statt. Wie
bei allen Bürger*innenbefragungen ist auch das Ergebnis in Simmering
eindeutig: Die Menschen wünschen sich mehr Begrünung und mehr Platz
zum Zufußgehen und Verweilen.

Anteilig betrachtet gaben 84 % der Teilnehmer*innen an, dass
ihnen Begrünung und besseres Mikroklima wichtig sind. Als zweites
wurden verstärkt Freiräume zum Rasten und Verweilen sowie mehr
Sitzgelegenheiten genannt. Diese Wünsche sind in die Planung der
Umgestaltung eingeflossen.

Dieses Projekt wird aus Fördermitteln der Europäischen Union
kofinanziert.

Raus aus dem Asphalt – Rekordbilanz

Seit dem Start der großen Entsiegelungs- und Begrünungsoffensive
wurden in ganz Wien bereits 344 Projekte umgesetzt, dabei mehr als
3.300 Bäume allein auf Plätzen und auf Straßenzügen gepflanzt, über
2.700 Sitzmöglichkeiten errichtet und knapp 2.000 m 2 Wasserspiel
geschaffen. Mit der historischen Begrünungsoffensive Wiens haben die
Grätzl eine massive Verbesserung des Mikroklimas und damit eine
Aufwertung der Lebensqualität erfahren.

Alle Infos zu den Highlights der Raus aus dem Asphalt-Offensive
finde sich hier: https://wienwirdwow.at/

rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at/