Sorge um Familienmitglieder im Iran, Libanon, Syrien, Afghanistan, Pakistan, Israel: Rotes Kreuz stellt Kontakt zu Vermissten her

Wien (OTS) – Der anhaltende bewaffnete Konflikt zwischen dem Iran,
Israel, den USA
und den Anrainerstaaten beeinträchtigen auch die Kommunikations-
Infrastruktur. Tausende Menschen sind auf der Flucht, ohne
Telefonverbindung und Internet können sie aber kaum oder gar nicht
Kontakt zu ihren Familien halten. In Österreich und anderen Staaten
sind ihre Angehörigen besorgt: Wo sind ihre Familienmitglieder? Sind
sie noch am Leben? Wie ist es möglich, sie zu erreichen?

Kurze Botschaften oft einzige Möglichkeit des Kontakts

Der Suchdienst des Österreichischen Roten Kreuzes hilft, den
Kontakt wiederherzustellen. „Über das internationale Family-Links-
Netzwerk können Angehörige sogenannte ‚Anxious for News‘-Anfragen
stellen“, erklärt Claire Schocher-Döring, Abteilungsleiterin
Suchdienst und Familienzusammenführung beim Österreichischen Roten
Kreuz. „Wer auf der Suche nach Angehörigen ist, kann sich unter
[email protected] direkt an den Suchdienst wenden.“

Der Download eines Suchantrags-Formulars ist online unter diesem
Link möglich:
www.roteskreuz.at/fileadmin/user_upload/PDF/Suchdienst/RCM_Iran_-
_anxious_for_news_und_Suchantrag.pdf

Nachrichten von Angehörigen werden derzeit – wenn möglich – als
sogenannte „Salamats“ übermittelt. Dabei handelt es sich um kurze
„Safe-and-Well“-Botschaften, die telefonisch weitergegeben werden und
Familien darüber informieren, dass ihre Angehörigen in Sicherheit und
wohlauf sind. „Aufgrund der aktuellen Lage können derzeit keine
aktiven Suchaktionen durchgeführt werden. Diese kurzen Nachrichten
sind für viele Menschen derzeit also die einzige Möglichkeit, mit
ihren Angehörigen in Kontakt zu treten“, so Schocher-Döring.

Rotkreuz- und Rothalbmond-Organisationen helfen vor Ort

Die Hilfe der Rotkreuz- bzw. Rothalbmond-Organisationen in der
Konfliktregion geht unterdessen unvermindert weiter, vor allem die
Kolleg:innen des Iranischen Roten Halbmonds, des Libanesischen Roten
Kreuzes und des Israelischen Magen David Adom sind weiterhin im
Dauereinsatz. Das Hauptaugenmerk liegt weiterhin auf der Versorgung
von Verletzten, der psychosozialen Unterstützung und der Betreuung
von Menschen auf der Flucht – vor allem die Unterbringung in
Notunterkünften sowie die Bereitstellung von Lebensmitteln und
medizinischen Gütern stehen hier im Fokus. Allein im Libanon sind
aktuell mehr als 700.000 Menschen auf der Flucht.

Rotkreuz-Presseaussendung „Hilfe im Nahen Osten läuft auf
Hochtouren“: Hier klicken.

„Menschen bangen jeden Tag um ihr Überleben!“

Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes,
appelliert einmal mehr an alle Konfliktparteien, das Humanitäre
Völkerrecht einzuhalten: „Unnötiges Leid für die Zivilbevölkerung ist
zu vermeiden! Leider erreichen uns immer wieder Nachrichten, dass
Krankenhäuser, Schulen, Wohnhäuser und andere zivile Infrastruktur
zerstört werden. Schützen Sie Männer, Frauen und Kinder, die nicht an
den Kampfhandlungen teilnehmen und trotzdem jeden Tag um ihr
Überleben bangen müssen – und ermöglichen Sie es den Rotkreuz- und
Rothalbmond-Organisationen, ungehindert ihre humanitäre Arbeit
leisten zu können!“

Das Rote Kreuz bittet dringend um Spenden:

Österreichisches Rotes Kreuz

IBAN: AT57 2011 1400 1440 0144

BIC: GIBAATWWXXX

Erste Bank: BLZ 20.111

Kennwort: Naher Osten

Oder online unter wir.roteskreuz.at/naher-osten

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