SPÖ-Schatz: „Faire Karenz-Aufteilung ist eine Frage der finanziellen Sicherheit für Frauen“

Wien (OTS) – SPÖ-Frauensprecherin Sabine Schatz begrüßt die von
Familiensprecher
Bernhard Herzog präsentierten Umfrageergebnisse zur Väterkarenz als
wichtigen Beitrag zur Debatte: „Die Ergebnisse machen sichtbar, wo es
in Österreich noch hakt – und dass viele Familien längst weiter sind
als die bestehenden Rahmenbedingungen.“ Aus frauenpolitischer Sicht
zeige sich besonders deutlich, dass ungleiche Karenzzeiten
weitreichende Folgen haben: „Wer den Großteil der Sorgearbeit trägt,
hat ein höheres Armutsrisiko im Alter. Deshalb ist eine faire
Aufteilung der Karenzzeit auch eine Frage der finanziellen Sicherheit
für Frauen“, so Schatz. „Unser Ziel muss ganz klar sein: Halbe-Halbe
in allen Lebensbereichen.“ ****

Österreich ist EU-Schlusslicht bei der Väterkarenz. Mütter nehmen
nach der ersten Geburt durchschnittlich 416 Tage bezahlte
Elternkarenz in Anspruch – Väter bleiben nur neun Tage zu Hause. Nur
jeder sechste Vater (16,7 %) in Österreich geht in Elternkarenz.
„Viele europäische Länder machen uns vor, wie gerechte Aufteilung von
Karenzzeit funktionieren kann“, so Schatz.

Schatz betont, dass echte Partnerschaftlichkeit nur gelingt, wenn
beide Elternteile von Anfang an eingebunden sind: „Wenn Väter mehr
Zeit mit ihren Kindern verbringen, profitieren alle in der Familie.“
Dafür brauche es verlässliche Strukturen, die Vereinbarkeit
ermöglichen, etwa gute Kinderbetreuung und Arbeitsmodelle, die auf
das Leben von Familien abgestimmt sind. Schatz erwartet sich auch von
der Umsetzung der Lohntransparenz-Richtlinie einen wichtigen Beitrag
zum Schließen der Lohnschere: „Das ist eine zentrale Voraussetzung
für eine gerechtere Aufteilung der Karenzzeiten.“

Gleichzeitig verweist sie auf die Bedeutung gesellschaftlicher
Veränderungen: „Viele Männer stoßen noch immer auf Vorurteile, wenn
sie in Karenz gehen wollen – das zeigt, wie tief traditionelle
Rollenbilder verankert sind. Es muss im Interesse von uns allen sein,
diese alten Denkmuster aufzubrechen.“

Die gesammelten Umfrage-Ergebnisse können hier nachgelesen
werden: https://www.spoe.at/elternkarenz-ergebnisse/

(Schluss) mf/ff