SPÖ-Schatz zum Equal Pension Day: Faire Löhne sind die beste Pension

Wien (OTS) – Anlässlich des Equal Pension Day am 9. August macht SPÖ-
Frauensprecherin Sabine Schatz auf die nach wie vor dramatisch hohe
Pensionslücke zwischen Frauen und Männern aufmerksam. Mit einer
Pensionslücke von 39,4 Prozent zählt Österreich weiterhin zu den
Schlusslichtern in Europa. Die Pensionsschere schließt sich viel zu
langsam. „Frauen müssen von ihrer Arbeit leben können und später auch
von ihrer Pension. Faire Löhne sind das wirksamste Mittel gegen
Altersarmut. Wer heute weniger verdient, erhält morgen auch weniger
Pension. Deshalb müssen wir endlich die Ursachen der Lohn- und
Pensionsschere konsequent bekämpfen“, betont Schatz. Sie pocht auf
die Umsetzung der Lohntransparenz-Richtlinie und fordert die
Wirtschaft auf, ihre Blockade zu beenden: „Transparenz schafft
gerechte Einkommen und schließt die Pensionsschere!“ ****

Die Gründe für die massiven Unterschiede sind bekannt: Frauen
übernehmen nach wie vor den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit,
arbeiten häufiger in Teilzeit und verdienen selbst bei vergleichbarer
Tätigkeit oft weniger als Männer. Diese Ungleichheiten setzen sich
bis in die Pension fort.

„Gerade deshalb ist die Umsetzung der europäischen
Lohntransparenz-Richtlinie ein entscheidender Schritt für mehr
Einkommensgerechtigkeit. Schluss mit den Ausreden von
Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer. Lohntransparenz
schafft Klarheit, deckt Lohndiskriminierung auf und hilft dabei, die
Lohnschere – und damit auch die Pensionsschere – nachhaltig zu
schließen“, so Schatz. Die SPÖ-Frauensprecherin fordert die
Wirtschaft auf, konstruktiv an der Umsetzung der Richtlinie
mitzuwirken. “Faire Bezahlung muss endlich eine Frage der Leistung
und der Gerechtigkeit sein – nicht des Geschlechts. Es braucht jetzt
Kooperation und Einlenken seitens der Wirtschaft, damit die
Lohntransparenz-Richtlinie rasch und wirksam umgesetzt werden kann.”

Neben mehr Lohntransparenz brauche es weiterhin gezielte
Investitionen in den Arbeitsmarkt, bessere Vereinbarkeit von Beruf
und Familie sowie einen massiven Ausbau der Kinderbildung und Pflege.
„Care-Arbeit darf nicht länger überwiegend auf den Schultern von
Frauen lasten. Nur wenn wir Erwerbsarbeit und Sorgearbeit gerechter
verteilen und Frauen existenzsichernde Einkommen ermöglichen,
schaffen wir auch gerechte Pensionen“, so Schatz abschließend. (
Schluss) eg/ls