Über 748.000 Alpenvereinsmitglieder: „Mit der Zahl steigt auch die Verantwortung“

Innsbruck (OTS) – 748.046 Menschen sind Mitglied im Österreichischen
Alpenverein, das
sind laut aktueller Mitgliederstatistik über 21.000 mehr als im
Vorjahr und somit ein neuer Höchststand. Mit Bergsport, Naturschutz
und als Jugendorganisation deckt der Verein Themen ab, die immer mehr
Menschen ansprechen – damit steigt aber auch seine Verantwortung, wie
Alpenvereinspräsident Wolfgang Schnabl betont.

Im letzten Jahr sind dem größten alpinen Verein Österreichs
21.762 Menschen beigetreten. Das ist eine Steigerung von drei
Prozent. Der Österreichische Alpenverein zählt somit zum Stichtag
31.12.2025 748.046 Mitglieder, die von Ermäßigungen auf
Alpenvereinshütten und in Kletterhallen, von Veranstaltungen über
Tourenangeboten bis hin zu Versicherungsleistungen profitieren.
„Immer mehr Menschen begeistern sich für den Bergsport. Diesen Trend
spüren wir deutlich – umso mehr freut es uns, dass sich so viele von
ihnen dazu entschließen, Teil des Österreichischen Alpenvereins zu
werden. So können wir dazu beitragen, dass sie einen
naturverträglichen und sicheren Weg in die Berge wählen” , erklärt
Alpenvereinspräsident Wolfgang Schnabl.

Zwtl.: Alpenverein in Wien und Tirol am größten

Der Verein mit Sitz in Innsbruck ist mit 193 Sektionen und
Ortsgruppen im Osten wie im Westen Österreichs stark vertreten. Die
meisten seiner Mitglieder (233.334 und damit fast ein Drittel) sind
in Wien angemeldet, gefolgt vom Bundesland Tirol mit 114.733
Alpenvereinsmitgliedern. Drittstärkstes Bundesland ist Oberösterreich
mit 86.880 Mitgliedern. Zwölf Alpenvereinssektionen zählen über
10.000 Mitglieder, darunter der Alpenverein Austria mit Sitz in Wien
(101.686 Mitglieder), der Alpenverein Edelweiss (Wien) mit 89.758
Mitgliedern und der Alpenverein Innsbruck mit 41.530 Mitgliedern.
Auch über die österreichischen Grenzen hinaus ist der Alpenverein
präsent: Die beiden Auslandssektionen Britannia (GB) und Flandern (BE
), die insgesamt 37.256 Mitglieder betreuen, konnten zuletzt ein
Wachstum von 12 Prozent verzeichnen.

Zwtl.: Sicher und naturverträglich in die Berge

„Bewegung in der Natur fördert nachweislich die Gesundheit und
das Wohlbefinden. Mit den Mitgliederzahlen steigt aber auch unsere
Verantwortung“ , betont Alpenvereinspräsident Wolfgang Schnabl. Denn
die zunehmende Begeisterung für die Naturräume birgt
Konfliktpotenzial: „Je mehr Menschen es in die Berge zieht, desto
stärker steigt auch der Nutzungsdruck auf die Natur. Und ohne
fundierte Ausbildung wird Bergsport umso mehr zum Risikosport. Der
Alpenverein hat die Hebel, um den Trend in die richtigen Bahnen zu
lenken “, so Schnabl.

Zwtl.: Bergsport auf höchstem Niveau

Clemens Matt, Generalsekretär des Österreichischen Alpenvereins,
verweist auf alpine Unfälle, die zuletzt auch immer wieder im Fokus
der medialen Aufmerksamkeit standen: „Solche Ereignisse treffen die
alpine Gemeinschaft. Sie erinnern daran, dass Gefahren nie
unterschätzt werden dürfen und sie erinnern auch daran, dass bei
allen Vorsichtsmaßnahmen und bei aller Erfahrung ein gewisses
Restrisiko bleibt.” Entscheidend sind Ausbildung, sorgfältige
Tourenplanung und die ehrliche Einschätzung der eigenen Fähigkeiten:
„Hier sieht der Alpenverein seinen klaren Auftrag”, so Clemens Matt .
In tausenden Kursen vermitteln die Sektionen des Alpenvereins
alpinsportliche Kompetenzen. Mit der Initiative SicherAmBerg bietet
der Alpenverein zu all seinen Kernsportarten Lehrvideos und
Lesestoff. Ein vielseitiges Fortbildungsangebot in der Alpenverein-
Akademie stellt sicher, dass die rund 9.000 großteils ehrenamtlichen
Funktionär:innen das Klettern, Bergsteigen und Tourengehen zeitgemäß
und auf höchstem Standard weitergeben.

Zwtl.: Naturschutz als gleichwertiger Auftrag

Mit der steigenden Mitgliederzahl sieht sich der Österreichische
Alpenverein auch in seiner gesellschaftlichen Verantwortung bestärkt:
Der Verein engagiert sich auf vielfältige Weise in der Jugendarbeit
und der Inklusion und setzt sich als „Anwalt der Alpen” mit Nachdruck
für einen respektvollen Umgang mit der Natur ein. Wolfgang Schnabl:
„Begeisterung für die Berge und Schutz der alpinen Landschaft gehören
für uns untrennbar zusammen”. Mit Maßnahmen zur Besucherlenkung,
Hilfestellung zur öffentlichen Anreise und umfassenden
Klimaschutzmaßnahmen trägt der Alpenverein dazu bei, das wertvolle
Gut einer unberührten, intakten Natur auch für kommende Generationen
zu erhalten.

Weitere Daten aus der aktuellen Mitgliederstatistik sowie
umfassendes Bildmaterial zum Download im Pressebereich:
www.alpenverein.at/presse

Weiterführende Links:

Initiative SicherAmBerg: www.alpenverein.at/sicheramberg

Naturschutz im Alpenverein: www.alpenverein.at/portal/natur-
umwelt

Alpenverein-Akademie: www.alpenverein-akademie.at