Was junge Pflegekräfte von ihrem Arbeitgeber erwarten

Wien (OTS) – Mit über 5.000 Mitarbeitenden ist die SeneCura-Gruppe
der größte
private Arbeitgeber im Pflege- und Gesundheitsbereich in Österreich.
SeneCura ist bestrebt, neben der sinnstiftenden Arbeit mit den
betreuten Menschen allen Mitarbeitenden ein angenehmes Arbeitsumfeld
zu bieten. Regelmäßige Befragungen geben Aufschluss über die
Zufriedenheit der Mitarbeitenden und das daraus resultierende
Verbesserungspotential.
Im Auftrag von SeneCura hat die Karl Landsteiner Privatuniversität
für Gesundheitswissenschaften in Krems in den vergangenen Monaten
eine neue Befragung durchgeführt. Das Ziel der Studie
“Generationenmanagement in der Langzeitpflege der SeneCura-Gruppe”
war, die Arbeitseinstellungen der verschiedenen Generationen sowie
deren intergenerationale Zusammenarbeit zu beleuchten. Zudem wurde
untersucht, welche Rolle Migration in diesem Kontext spielt.

Zwtl.: Flexibilität und Selbstbestimmtheit sind gefragt

Die Studie zeigt, dass sich die Arbeitseinstellungen der
Generationen unterscheiden. Studienautor Univ.-Prof. Dr. Franz
Kolland: „Während ältere Generationen wie die Baby Boomer großen Wert
auf Arbeitsplatzsicherheit legen, stehen für jüngere Generationen
andere Aspekte im Vordergrund: gute Bezahlung, flexible
Arbeitsgestaltung und Selbstbestimmtheit sind für sie besonders
wichtig.“

So messen 80 % der Befragten der Generation Z (1997-2012 geboren)
der flexiblen Arbeitszeitgestaltung eine hohe Bedeutung zu, während
es in der Baby Boomer-Generation (1954-1969) nur 67 % sind. Im
Gegenzug ist für diese Generation mit 67 % die Arbeitsplatzsicherheit
am wichtigsten im Generationenvergleich.
Auch die intergenerationale Zusammenarbeit wird von den Generationen
unterschiedlich wahrgenommen. Die Generation Z berichtet am
häufigsten von Konflikten zwischen Jüngeren und Älteren, während Baby
Boomer solche Spannungen deutlich seltener erleben.

Ein weiterer zentraler Befund betrifft Migration und kulturelle
Vielfalt in der Langzeitpflege. Prof. Dr. Kolland: „Die Generation Z
steht kultureller Vielfalt besonders positiv gegenüber und sieht
darin einen klaren Vorteil für bessere Lösungen. Gleichzeitig nimmt
sie aber auch häufiger Missverständnisse in der Zusammenarbeit mit
Kolleg:innen unterschiedlicher Herkunft wahr. Dies ist ein Hinweis
auf die Herausforderungen, die mit Diversität einhergehen können.“

Ganze 79 % der Generation Z stimmen der Aussage zu: „Kulturelle
Vielfalt führt zu besseren Lösungen“. Bei der Generation X (1970-1984
) beträgt der Anteil 56 %, bei der Generation der Baby Boomer nur 52
%.

Anton Kellner, Geschäftsführer der SeneCura-Gruppe, sagt dazu:
„Wir haben zahlreiche Initiativen gestartet, um den Pflegeberuf in
Österreich attraktiv zu gestalten. Die Personalsituation in der
Langzeitpflege bleibt aber herausfordernd. Neben der Aus- und
Weiterbildung unserer Pflegekräfte und von Quereinsteiger:innen an
der EMG Akademie in Graz setzen wir auch auf die Integration
ausländischer Pflegekräfte in unseren Betreuungseinrichtungen. Diese
Studie hilft uns dabei, Vorbehalte als auch Chancen besser zu
verstehen und die Integration in den laufenden Pflegebetrieb noch
stärker zu unterstützen.“