Wien präsentiert erste Senior:innenstrategie

Wien (OTS) – Mit dem Motto „Alt genug, um jung zu sein“ baut die
Stadt Wien ihre
Altersfreundlichkeit weiter aus. Initiiert wurde die Wiener
Senior:innenstrategie von der Senior:innenbeauftragten der Stadt
Wien, Sabine Hofer-Gruber, und ihrem Team „Wien für Senior:innen“ im
Fonds Soziales Wien (FSW).

2040 über eine halbe Million Senior:innen in Wien

Bereits heute leben rund 450.000 Menschen über 60 Jahre in Wien –
das entspricht mehr als einem Fünftel der Bevölkerung. Bis 2040 wird
laut aktuellen Prognosen der Anteil an Wiener:innen 60+ bereits mehr
als ein Viertel der Bevölkerung ausmachen. Die Senior:innenstrategie
reagiert auf diese demografische Entwicklung und definiert zentrale
Handlungsfelder der Zukunft wie Wohnen, Gesundheit, soziale Teilhabe,
Mobilität und Digitalisierung.

Altersfreundliche Städte sind kein Zufall

Schon seit drei Jahrzehnten setzt die Stadt Wien gezielte
Maßnahmen für Senior:innen. So wurde die Funktion der
Senior:innenbeauftragten bereits 1996 eingerichtet – ein frühes und
bis heute klares Bekenntnis dazu, die Bedürfnisse älterer Menschen
aktiv in die Stadtentwicklung einzubeziehen. Stadtrat Peter Hacker
betont: „Altersfreundlichkeit ist für uns ein zentraler Bestandteil
einer sozialen und zukunftsfitten Stadt. Mittendrin statt außen vor
sollen jene Menschen, die in Wien alt werden wollen, leben können.
Die neue Senior:innenstrategie zeigt, wie wir in Zukunft noch
altersfreundlicher werden wollen.“

Die Strategie basiert auf vier zentralen Grundsätzen:
Lebensqualität im Alter sichern und ausbauen, Altersfreundlichkeit
als Querschnittsaufgabe verankern, Wien als internationale
Vorreiterstadt positionieren und ein generationenübergreifendes und
inklusives Miteinander stärken. Inhaltlich orientiert sich die Wiener
Senior:innenstrategie am internationalen Rahmenwerk der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) für altersfreundliche Städte und
Gemeinden. 2023 wurde Wien als erste Stadt Österreichs Teil des WHO-
Netzwerks „Global Network for Age-friendly Cities and Communities“.

Für NEOS Wien Generationensprecherin Arabel Bernecker-Thiel sind
Bildung und digitale Teilhabe zentrale Bausteine für selbstbestimmtes
Altern : „Bildung ist ein lebenslanger Prozess und der Schlüssel für
ein selbstbestimmtes Leben. Uns ist wichtig, die Bedürfnisse älterer
Menschen fest im Blick zu behalten. Lebenslanges Lernen und digitale
Souveränität spielen in der Senior:innenstrategie eine wichtige Rolle
– denn die Freude, Neues zu entdecken, kennt kein Alter.“

Strategische Zielsetzungen bis 2028

Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen der Stadt
Wien, unterschiedlichen Organisationen und Partner:innen. Zusätzlich
setzt Sabine Hofer-Gruber in der Senior:innenstrategie in den
kommenden Jahren thematische Schwerpunkte: 2026 stehen
Digitalisierung und digitale Teilhabe im Fokus, 2027 das Thema
„Wohnen 60+“ und 2028 Vielfalt und Respekt. Damit sollen zentrale
Zukunftsfragen des guten Alterns gezielt bearbeitet und konkrete
Maßnahmen weiterentwickelt werden. Die Strategie wurde gemeinsam mit
Expert:innen, Organisationen, Interessenvertretungen und älteren
Menschen selbst erarbeitet und soll laufend weiterentwickelt werden.

„Senior:innen sind echte Lebensexpert:innen. Sie verfügen über
wertvolles Wissen und einen reichen Erfahrungsschatz. Die erste
Senior:innenstrategie einer der lebenswertesten Städte der Welt
ermöglicht uns diesen Erfahrungsschatz auch in Zukunft mitzudenken
und Wien generationengerecht weiterzuentwickeln“ , erklärt die
Senior:innenbeauftragte der Stadt Wien, Sabine Hofer-Gruber.

Pflege sichert Lebensqualität heute und morgen

Der FSW und seine über 50 Partnerorganisationen im Bereich Pflege
und Betreuung sichern die Versorgung für Menschen mit Pflegebedarf.

„Bei hoher Lebensqualität möglichst lange in den eigenen vier
Wänden leben zu können, ist der klare Wunsch der Wiener:innen und ein
zentrales Ziel der Senior:innenstrategie sowie des FSW. Mit der
laufenden Weiterentwicklung des Leistungsangebotes und der
Ausbildungsoffensive Pflege Zukunft Wien leisten wir schon heute
einen wichtigen Beitrag zur Pflege der Senior:innen von morgen“ ,
unterstreicht Susanne Winkler, FSW-Geschäftsführerin.

Wien für Senior:innen

Das Team „Wien für Senior:innen“ im FSW koordiniert unter der
Leitung der Senior:innenbeauftragten der Stadt Wien, Sabine Hofer-
Gruber, zentrale Themen und Projekte für Senior:innen in der Stadt.
Die Aktivitäten orientieren sich an den acht Handlungsfeldern der WHO
für altersfreundliche Städte: Öffentlicher Raum, Verkehr und
Mobilität, Wohnen 60+, Soziale Teilhabe, Vielfalt und Respekt,
Engagement und Beschäftigung, Kommunikation und Information,
Versorgung und Sicherheit. Dafür gibt es eine enge Zusammenarbeit mit
Stellen der Stadt Wien, Institutionen und Organisationen aus
Wirtschaft und Wissenschaft. Ziel ist es, die Lebensqualität der rund
450.000 Wiener:innen ab 60 Jahren nachhaltig zu verbessern und ihre
Bedürfnisse in allen Lebensbereichen gezielt zu berücksichtigen.

Die Wiener Senior:innenstrategie ist auf seniorinnen.wien
nachzulesen.

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