Wien (OTS) – Am 8. Mai vor 81 hat die deutsche Wehrmacht
bedingungslos
kapituliert, das Nazi-Regime war besiegt. Im Gedenken an die Opfer
des Nationalsozialismus haben die Wiener Grünen heute, Freitag, beim
Mahnmal auf dem Morzinplatz einen Kranz niedergelegt. Im heutigen
Leopold-Figl-Hof befand sich einst das Gestapo-Hauptquartier in Wien,
in dem unzählige Menschen ermordet wurden. Nun erinnern dort eine
Bronzefigur und ein Block aus Mauthausener Granit an das Schicksal
der Opfer.
„Wir setzen ein klares Zeichen gegen das Vergessen und gegen jede
Form von Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus. Gerade in
einer Zeit globaler Krisen, wachsender geopolitischer Spannungen und
zunehmender Polarisierung ist es unsere Verantwortung, die Lehren aus
der Geschichte wachzuhalten“, warnte die nicht amtsführende
Stadträtin Judith Pühringer vor einem besorgniserregenden Anstieg
antisemitischer Vorfälle in Österreich und Europa.
„Der 8. Mai erinnert uns daran, dass Freiheit und Menschenrechte
keine Selbstverständlichkeiten sind. ‚Nie wieder‘ darf keine Floskel,
sondern muss gelebte Realität sein“, betonte Gemeinderätin Ursula
Berner. Bei der von Eva Landkammer und Ingrid Eder musikalisch
umrahmten Kranzniederlegung waren auch Vertreter*innen der
Israeltischen Kultusgemeinde (IKG) und des Volksgruppenbeirats für
Roma in Österreich anwesend.
Zwtl.: Tag der Freude am Heldenplatz
Am Abend des 8. Mai feiern die österreichische Bundesregierung,
die Stadt Wien und das Mauthausen Komitee Österreich auf dem
Heldenplatz das „Fest der Freude“. Die Wiener Symphoniker spielen ein
gratis Festkonzert, die Festrede hält in diesem Jahr die Zeitzeugin
Lucy Waldstein. Beginn ist um 19.30 Uhr, ORF III überträgt die
Veranstaltung.
Weitere Informationen: Grüner Klub im Rathaus, Kommunikation,
Tel.: 01 4000-81814 (Schluss) nic