Wiener Klimapolitik: positive Bilanz für 2025

Wien (OTS) – Die Stadt Wien zieht für 2025 eine positive Klimabilanz:
Mit einer
deutlichen Treibhausgas-Reduktion, dem im April in Kraft getretenen
Wiener Klimagesetz als gesetzlichen Rahmen, einer neuen
Kreislaufwirtschaftsstrategie und dem laufenden Übererfüllen
städtischer Klimaziele zeigt die österreichische Hauptstadt auch
dieses Jahr, wie generationengerechte und soziale Klimapolitik
praktisch funktioniert.

„Für uns zeigt die positive Klimabilanz 2025, dass wir auf dem
richtigen Weg sind“, blickt Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky auf
das Jahr zurück. „Unsere Klima-Maßnahmen wirken: Das sehen wir an der
stetigen Treibhausgas-Reduktion. Und daran, dass die Menschen in Wien
unsere vielen Angebote wie die Wiener Klimateams in den Bezirken oder
die Coolen Zonen als kühle Oasen an heißen Sommertagen gerne
annehmen. Ehrgeizige Klimapolitik und soziale Verantwortung sind kein
Gegensatz – im Gegenteil: Wir setzen in Wien beim Klimaschutz auf ein
gutes Leben für alle!“

Zwtl.: Wiener Klima-Erfolge 2025

Zwtl.: Gesetzlicher Rahmen für städtisches Klima-Management

Mit dem Wiener Klimagesetz hat Wien im Frühjahr 2025 als erstes
Bundesland Österreichs verbindlich definiert, dass die Stadt bis 2040
klimaneutral sein soll. Darin verankert sind das Ziel der
Klimaneutralität und der klimaneutralen Verwaltung bis 2040 sowie die
Säulen Klimaschutz, Klimaanpassung und Kreislaufwirtschaft als feste
Elemente der Stadtpolitik. Auch konkrete Instrumente des städtischen
Klima-Managements wie ein Klimacheck für Gesetze und Verordnungen und
ein Klimacheck für Bauvorhaben finden im Wiener Klimagesetz eine
gesetzliche Grundlage. Wien verpflichtet sich zu einer klimaneutralen
Beschaffung von Liefer-, Bau- und Dienstleistungen und garantiert die
Beteiligung der Öffentlichkeit. Auch der Wiener Klimarat, ein für die
Stadt Wien zentrales Beratungsgremium, bekommt mit seiner Verankerung
im Klimagesetz einen noch höheren Stellenwert.

Zwtl.: Deutliche Reduktion von Treibhausgasen

Auch dank der konsequenten Umsetzung von Klimaschutz-Maßnahmen
sanken die Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2024 deutlicher als im
österreichweiten Schnitt. Das sagt die sogenannte Nahzeitprognose (
„Nowcast“) des Umweltbundesamts. Wien konnte die Emissionen um fast 6
Prozent (voraussichtlich 5,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahr
verringern. Die Reduktion liegt damit weit über dem Bundesschnitt (
2,6 Prozent).

Diesen Kurs will Wien weiter halten. Die Zahlen werden immer mit
zweijähriger Verzögerung erhoben. Mit Zahlen für 2025 rechnet die
Stadt Wien daher im Herbst 2026.

Zwtl.: Minimaler Bodenverbrauch trotz Wachstum

Laut aktuellem Österreichische Raumordnungskonferenz (ÖROK)-
Monitoring bleibt Wien das Bundesland mit dem geringsten
Bodenverbrauch — pro zusätzliche Einwohnerin bzw. Einwohner werden
nur rund 9 m² zusätzliche Fläche in Anspruch genommen.

Zwtl.: Sonnenstrom-Offensive und „Raus aus Gas“

Mit der weiter ausgebauten Photovoltaik auf Dächern — unter
anderem erst kürzlich durch die Installation von Modulen am Dach der
Staatsoper — übertraf Wien das Jahresziel der Sonnenstrom-Offensive
bereits deutlich. Das Jahresziel bis Ende 2025 war eine
Gesamtleistung von 250 Megawatt peak (MWp), dieses Ziel wurde mit 320
MWp Sonnenstrom bei weitem übertroffen.

Parallel wird das Programm „Raus aus Gas“ vorangetrieben, um den
Wärmebereich klimafreundlich zu transformieren.

Zwtl.: Neue Kreislaufwirtschaftsstrategie

Mit der Strategie „Zirkuläres Wien – eine runde Sache“ stellte
die Stadt 2025 erstmals ein Gesamtpaket zur Ressourcenwende in Wien
vor. Die Kreislaufwirtschaft ist neben Klimaschutz und Klimaanpassung
der dritte Pfeiler der Wiener Klimapolitik und ein wichtiges Werkzeug
für das Erreichen der Klimaziele. Die neue Strategie bildet die
Grundlage für viele weitere Maßnahmen in den kommenden Jahren.

Zwtl.: Mehr Grün und Erholungsräume für Wien

Es wird in Wien immer heißer. Die Stadt sorgt deshalb in allen
Bezirken für mehr Hitzeresilienz. Mehr als 500.000 Quadratmeter Park-
und Grünanlagen wurden seit 2020 neu und naturnah umgestaltet. Rund
112.000 Quadratmeter wurden entsiegelt. Der ehemalige
Verschiebebahnhof Breitenlee in Donaustadt wurde zum 6.
Europaschutzgebiet (Natura-2000) in Wien erklärt. Die rund 90 Hektar
– das entspricht der Größe der Josefstadt – sind ein Meilenstein für
Biodiversität und Artenschutz.

Auch gegen die akute Hitze wird die Stadt tätig: Im Sommer 2025
gab es in Wien bereits 22 Coole Zonen, die konsumfrei und für alle
Menschen zugänglich sind. Für rasche Abkühlung im öffentlichen Raum
sorgen 1.600 Trinkbrunnen.

Zwtl.: Ausblick auf 2026

Zwtl.: Wiener Klima-Biennale

Von 9. April bis 10. Mai 2026 ist die zweite Runde der Klima
Biennale Wien geplant. Das Kunst-Festival setzt Impulse für
Klimagerechtigkeit und eine lebenswerte Zukunft für alle. Mit neuen
Ideen, Projekten und Beteiligung der Menschen in Wien will Wien seine
Vorreiterrolle in der Klimapolitik weiter festigen.

Wien steht für eine soziale und generationengerechte
Klimapolitik. Mit ihren Maßnahmen gegen die Klimakrise und die
städtische Erhitzung reagiert die Stadt auf globale Herausforderungen
und bewahrt die Lebensqualität für die Menschen in Wien.

Zwtl.: Der Wiener Klimafahrplan wird fortgeschrieben

In den kommenden Monaten wird die im Wiener Klimagesetz
verankerte Fortschreibung des Wiener Klimafahrplans vorangetrieben.
In der Wiener Klima-Umsetzungsstrategie werden die nächsten Schritte
der Wiener Klimapolitik auf den Boden gebracht. Ziel ist, im zweiten
Halbjahr 2026 eine öffentliche Stellungnahme zu ermöglichen.

Andreas Januskovecz, Bereichsleiter für Klimaangelegenheiten der
Stadt Wien, betont: „Wir setzen uns für die nächsten Jahre konkrete
Ziele, zeigen auf, wie wir sie erreichen und verschreiben uns einer
konsequenten Klimapolitik. Ein klarer Weg Richtung Klimaneutralität,
Klimaresilienz und Zirkularität gibt Planungssicherheit,
Unabhängigkeit, sichert der Wirtschaft neue Chancen und garantiert
Lebensqualität für alle Menschen in Wien.“

Zwtl.: Milliarden für klimawirksame Ausgaben

Mit dem Klimabudget wurde im Wiener Klimagesetz ein Instrument
gesetzlich verankert, mit dem bestehende und geplante klimarelevante
Maßnahmen nach Klimakriterien bewertet und Verantwortungen festgelegt
werden. Ziel ist es, im Budgetvoranschlag der Stadt Wien genug
Maßnahmen und Instrumente für Klimaschutz, Klimaanpassung und
Kreislaufwirtschaft festzulegen, um die Wiener Klimaziele zu
erreichen.

„Ausgaben mit positivem Effekt auf die Wiener Klimaziele sind
Investitionen in ein gutes Leben in Wien“, erklärt Klimastadtrat
Jürgen Czernohorszky. „Wir haben ambitionierte Pläne für das nächste
Jahr und investieren mehr als je zuvor für die Klimaziele der Stadt.
Damit es den Menschen in Wien gut geht, braucht es reine Luft,
sauberes Wasser, kühle Orte an heißen Tagen und erholsame Grünräume.
Das stellen wir auch für die Zukunft sicher. Wir sorgen weiter für
ein gutes Klima.“

Im Budget für 2026 sind für klimawirksame Ausgaben, die einen
positiven Effekt auf die Klimaziele Wiens haben, rund 1 Milliarde
Euro vorgesehen. Investiert wird vor allem in den Ausbau von Radwegen
und der U-Bahn sowie Straßenbahnlinien. Auch die Sanierung von
Schulen, Sportstätten, Bädern, Kindergärten und Büchereien sowie die
Sanierungen und Fernwärmeanschlüsse von Gebäuden stehen weiter im
Fokus.

Das Naturschutzareal Breitenlee, der Park der Artenvielfalt und
das neue Wasserwerk auf der Donauinsel werden umgesetzt sowie weitere
Grünräume neuerrichtet oder klimafit umgestaltet. Wien entsiegelt und
begrünt unter anderem die Simmeringer Hauptstraße, das
Nordbahnviertel, weitere Teile der Äußeren Mariahilfer Straße und die
Fußgängerzone Favoritenstraße.

Schließlich setzt auch die Initiative „Raus aus Gas“ 2026 neue
Schwerpunkte auf Betriebe, Leistbarkeit und die Kühlung von Gebäuden.
Geplant sind außerdem Investitionen in Renaturierung, Biodiversität
und Trinkwassersicherheit.

„Klimaschutz ist und bleibt ein Fixpunkt in Wien und bei all
unseren Maßnahmen steht die soziale Verträglichkeit im Vordergrund.
Denn Klimaschutz ist für mich nur dann erfolgreich, wenn alle
Menschen von ihm profitieren“, so Czernohorszky abschließend.