Wien (OTS) – – Transaktionsvolumen steigt 2025 auf rund EUR 1,04
Mrd., ein Plus
von 19 % gegenüber 2024
– 348 Transaktionen registriert – höchste Anzahl seit drei Jahren
– Preise stabilisieren sich, erste Anstiege der Mindestpreise
Der Wiener Zinshausmarkt hat im Jahr 2025 eine deutliche Erholung
verzeichnet: Mit einem Transaktionsvolumen von rund EUR 1,04 Mrd. und
348 registrierten Verkäufen wurden die Vorjahreswerte klar
übertroffen und erstmals seit 2022 wieder die Milliardenmarke
geknackt. Das zeigt der aktuelle Zinshaus-Marktbericht von OTTO
Immobilien. „ Der Wiener Zinshausmarkt sendet mit dem Überschreiten
der Milliardenschwelle ein klares Erholungszeichen. Nicht nur das
Volumen, sondern auch die Transaktionsanzahl ist gestiegen. Ein
Signal, dass sich das Vertrauen der Investoren verstärkt“ , sagt
Eugen Otto, Geschäftsführer von OTTO Immobilien.
Zwtl.: Starkes Plus bei Volumen und Transaktionen
Das gesamte Transaktionsvolumen am Wiener Zinshausmarkt stieg
2025 auf rund EUR 1,04 Mrd. (2024: rund EUR 869 Mio., +19 %), das ist
der stärkste Jahreswert seit 2022. Ebenso ausgeprägt fiel das Plus
bei der Anzahl der Transaktionen aus: Mit 348 registrierten Verkäufen
wurde der Vorjahreswert (2024: 294 Verkäufe, +18 %) deutlich
übertroffen.
Das zweite Halbjahr 2025 verlief dabei differenziert: Das Volumen
lag mit rund EUR 439 Mio. zwar leicht unter dem Vergleichszeitraum
des Vorjahres (2. HJ 2024: rund EUR 476 Mio.), die Anzahl der
Abschlüsse stieg dabei aber von 151 im ersten auf 157 im zweiten
Halbjahr 2025 an. Der Rückgang im Halbjahresvolumen ist primär auf
einen deutlichen Einbruch bei Share Deals zurückzuführen, der auf
veränderte rechtliche Rahmenbedingungen zurückgeht. Auch im laufenden
Jahr wird in dieser spezifischen Transaktionsart eine ähnlich geringe
Dynamik erwartet. „Von Rekordwerten wie in den Jahren 2021 und 2022
ist der Zinshausmarkt zwar noch entfernt. Wir erwarten aber, dass
sich die Erholung fortsetzt und rechnen heuer mit einem weiteren
Wachstum des Transaktionsvolumens“, so Research-Leiter Martin Denner.
Zwtl.: Unternehmen dominieren das Marktgeschehen
Auf der Käufer- und Verkäuferseite dominierten im zweiten
Halbjahr 2025 Unternehmen das Marktgeschehen: Gemessen am
Transaktionsvolumen entfielen 90 % des Käufer- und 72 % des
Verkäufervolumens auf juristische Personen – eine Zunahme von 18
beziehungsweise 12 Prozentpunkten gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 (1.
HJ 2025: 72 % bzw. 60 %). Auffällig ist zudem eine wachsende Gruppe
von Erstkäufern, die bisher nicht im Zinshaussegment investiert
waren.
„Die Rückkehr der Zinshausentwickler und das gestiegene Interesse
institutioneller Verkäufer, die das freundlichere Marktumfeld für
langfristig aufgeschobene Transaktionen nutzen, beleben den Markt
spürbar. Gleichzeitig sehen wir erstmals seit Jahren, dass immer mehr
Eigentümerinnen und Eigentümer ihre Zinshäuser offen und transparent
am Markt anbieten. Strukturierte Verkaufsverfahren gewinnen gegenüber
diskreten Off-Market-Prozessen wieder an Bedeutung“, erklärt Philipp
Maisel, Leiter Investment bei OTTO Immobilien.
Zwtl.: Preisentwicklung: Talsohle durchschritten, Aufwärtsbewegung in
Toplagen
Die Preise am Wiener Zinshausmarkt haben sich in dieser
Berichtsperiode insgesamt stabilisiert – in einzelnen Bezirken sind
erstmals seit Jahren wieder Anstiege zu verzeichnen. In den Bezirken
1, 4 und 9 wurden Steigerungen der Mindestpreise zwischen 2 % und 6 %
registriert. Die Maximalpreise legten im Bezirksdurchschnitt um rund
1 % zu, im 4. und 9. Bezirk sogar um durchschnittlich rund 8 %.
Der Minimalpreis liegt aktuell bei EUR 1.540 pro m², die
Maximalpreise in Toplagen erreichen bis zu EUR 10.557 pro m². Die
Durchschnittsrendite liegt bei 3,15 %. Im Großteil der Außenbezirke
liegen Maximalrenditen zwischen 3 und 4 %. Die Spitzenrenditen in den
inneren Bezirken haben sich überwiegend stabil entwickelt und liegen
zwischen rund 1,4 und 2,4 %. „Die Talsohle bei den Preisen ist klar
durchschritten. Zinshäuser in guten Lagen werden wieder als das
gesehen, was sie sind, nämlich eine langfristig stabile Anlage mit
nachhaltigem Mietzinspotenzial“, sagt Philipp Maisel.
Zwtl.: Bestand: Struktureller Rückgang setzt sich fort
Der Bestand an Wiener Gründerzeit-Zinshäusern nimmt weiter ab.
OTTO Immobilien erfasst noch 13.346 Objekte – ein Rückgang von 42
Objekten seit der letzten Berichtsperiode und ein Minus von insgesamt
2.182 Objekten bzw. rund 14 % seit Beginn der Erhebungen im Herbst
2009. Hauptursache bleibt die Umwandlung in Wohnungseigentum durch
Parifizierung. Nutzungsänderungen – etwa die Umwidmung zu
Hotelnutzung – spielen ebenfalls eine Rolle, Abrisse sind hingegen
selten und unterstreichen die hohe bauliche Qualität des Bestands.
Zwtl.: Ausblick: Markt gewinnt weiter an Fahrt
Die Signale für das laufende Jahr sind nach Einschätzung von OTTO
Immobilien positiv. Im ersten Quartal 2026 verzeichnete das Zinshaus-
Team eine deutlich höhere Anzahl an Anfragen sowohl professioneller
als auch privater Kundinnen und Kunden.
„ Die Marktstimmung hat sich in den letzten Quartalen spürbar
aufgehellt. Die Dynamik, die wir im zweiten Halbjahr 2025 beobachtet
haben, setzt sich fort. Wir gehen davon aus, dass es in einzelnen
Bezirken erneut zu Preisanstiegen kommen wird “, sagt Philipp Maisel.
Für 2026 prognostiziert OTTO Immobilien ein Transaktionsvolumen
im Zinshaus-Bereich von rund EUR 1,3 Mrd. Eugen Otto schließt: „Der
Wiener Zinshausmarkt hat bewiesen, dass er Krisen übersteht und
gestärkt aus ihnen hervorgeht. Wer jetzt investiert, tut das auf
einem stabilen Fundament und mit Aufwärtspotenzial .“
Ausführliche Informationen und Übersichten für jeden Wiener
Bezirk im Zinshaus-Marktbericht von OTTO Immobilien:
https://epaper.otto.at/link/674132/