Wien (OTS) – Die Auswertungen der Winterdienstsaison 2025/2026 zeigen
deutlich:
Der heurige Winter hat sich von seiner besonders herausfordernden
Seite präsentiert. Im Vergleich zur sehr milden Saison 2024/2025
waren heuer wesentlich mehr Maßnahmen notwendig, um Österreichs
Autobahnen und Schnellstraßen sicher befahrbar zu halten. Sowohl die
Einsatzstunden als auch der Verbrauch an Streumitteln stiegen
signifikant an.
Zwtl.: Mehr klassische Einsätze durch Kälteperioden und anhaltende
Niederschläge
Während der Vorjahreswinter vor allem durch präventive
Streueinsätze geprägt war, führten im aktuellen Winter längere
Kältephasen und häufige Schneefälle zu deutlich mehr klassischen Räum
– und Streuinterventionen.
Weiße Weihnachten 2025: Auch zu den Feiertagen waren die ASFINAG-
Mitarbeiter:innen in den Autobahnmeistereien rund um die Uhr im
Einsatz. Trotz der Schneefälle in ganz Österreich und zahlreicher
Räum-Einsätze kam es dadurch zu keinen nennenswerten
Verkehrsbehinderungen.
Eisregen Mitte Jänner 2026: Zwischen 12. und 13. Jänner sorgten
gefrierende Niederschläge vielerorts für spiegelglatte Straßen.
Während der städtische Raum und Flughäfen stark betroffen waren,
gelang es dem ASFINAG-Winterdienst durch intensive und eng getaktete
Streufahrten, das hochrangige Netz durchgehend salznass und sicher zu
halten.
Italientief am 19./20. Februar 2026: Intensive Schneefälle
forderten sämtliche Autobahnmeistereien der ASFINAG. Wegen dieses und
vergleichbarer Wetterereignisse verzeichneten einige
Autobahnmeistereien Rekordverbräuche an Streumitteln. Die
Autobahnmeisterei Ansfelden meldete in dieser Saison mit rund 3900
Tonnen den höchsten Gesamtverbrauch ihrer Geschichte.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Ein Plus von elf Prozent
bei den Einsatzstunden, 52 Prozent mehr Sole und sogar 72 Prozent
mehr Salz zeigen, wie intensiv dieser Winter war.
Die Bilanz im Detail zeigt im Vergleichszeitraum von 01.11.25 bis
zum 31.03.26 zur Vorjahrssaison einen klaren Mehraufwand:
– Einsatzstunden: plus 11 Prozent — von 106.361 auf 118.168 Stunden
– Soleverbrauch: plus 52 Prozent — von 16,61 Mio. Liter auf 25,33
Mio. Liter
– Salzverbrauch: plus 72 Prozent — von 40.859 Tonnen auf 70.282
Tonnen
Zum Vergleich: 70.000 Tonnen Streusalz entsprechen rund 11.446
Lkw-Ladungen.
Zwtl.: Winterdienstkosten ebenfalls gestiegen
Die höheren Einsatzzahlen spiegeln sich auch in den Kosten wider:
Die Winterdienstaufwendungen der ASFINAG von November bis März
stiegen von rund 47 Millionen Euro (2024/25) auf etwas mehr als 56
Millionen Euro in der aktuellen Saison.
Zwtl.: Digitalisierungsschub: Einführung digitaler Lieferscheine
Eine wichtige Neuerung im Winter 2025/2026 ist die vollständige
Umstellung auf „Digitale Lieferscheine“ bei der Salzlogistik. Die
elektronische Lösung zur Abwicklung von Lieferungen ermöglicht mehr
Effizienz und erhebliche Erleichterung im betrieblichen Ablauf.
Bisher mussten Daten manuell eingegeben, die Lieferscheine
abgestempelt und per Mail versandt werden. Mehr als 2.000 digitale
Dokumente wurden bisher bereits verarbeitet – ein wesentlicher
Schritt für effizientere Abläufe bei Versorgung, Lagerhaltung und
Disposition.
Zwtl.: ASFINAG bleibt auch nach Winterreifenpflicht vorbereitet
Auch nach Ende der situativen Winterreifenpflicht am 15. April
bleibt die ASFINAG für mögliche Spätwinterereignisse gerüstet.
ASFINAG Service GmbH-Geschäftsführerin Tamara Christ erklärt:
„Unsere Lkw-Flotte ist flexibel einsetzbar und für plötzliche
Wintereinbrüche gut gerüstet. Viele Fahrzeuge verfügen über
Wechselaufbauten, sodass wir jederzeit kurzfristig von Reinigungs-
auf Räumaufgaben umrüsten können. Damit sind wir auch für mögliche
winterliche Rückfälle bestens vorbereitet. Mein großer Dank gilt
unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bei jeder Wetterlage
und zu jeder Tages- und Nachtzeit dafür sorgen, dass unsere
Autobahnen und Schnellstraßen sicher befahrbar bleiben.“