Wien (OTS) – Im festlichen Rahmen des Wiener Rathauses wurden gestern
die von den
Privatuniversitäten gestifteten und mit je 5.000,– Euro dotierten
Preise für besondere Leistungen von AbsolventInnen der ÖPUK-
Mitglieder vergeben. Geehrt wurden nach den Entscheidungen
unabhängiger Fachjurys Absolventinnen der Paracelsus Medizinischen
Privatuniversität (PMU), der Sigmund Freud PrivatUniversität (SFU)
und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK). Die
Ausschreibung hatte dabei Exzellenz, Innovation, Internationalität,
fachwissenschaftliches Niveau, Innovation und gesellschaftlichen
Nutzen gefordert.
Zwtl.: Forschung im Bereich seltene Krankheiten ausgezeichnet
In der Kategorie Wissenschaft und Forschung wurde PD Dr. Verena
Wally (PMU) ausgezeichnet. Sie forscht an den Salzburger
Landeskliniken im Bereich Dermatologie an seltenen Krankheiten und
widmet ihre Forschung der seltenen genetischen Hauterkrankung
Epidermolysis bullosa. Ein besonderer Erfolg ihrer Arbeit ist die
Entwicklung einer Diacerein-haltigen Salbe, die die Blasenbildung
reduzieren kann und derzeit in einer internationalen Phase-II/III-
Studie klinisch geprüft wird. Überzeugt hat die Jury die hohe
internationale Anschlussfähigkeit, da sie zentrale methodische
Engpässe klinischer Forschung bei seltenen Erkrankungen systematisch
aufarbeitet und dadurch einen unmittelbar nutzbaren Hebel für
Studienqualität, Vergleichbarkeit und zukünftige Trial-Designs
bietet, wie Jurymitglied Sare Balli, BSc BSc den Juryentscheid bei
der Übergabe zitierte.
Zwtl.: Internationales Niveau in Tanzvermittlung an sehbehinderte
Menschen
Die Kategorie Kunst/Musik/Darstellende Kunst gewann die Tänzerin
und Tanzvermittlerin Katharina Senk, BA (MUK). Nicht nur Katharina
Senks eigene künstlerische Karriere würdigte die Jury als
bemerkenswert – sie beschäftigt sich auch intensiv mit Ästhetiken des
Zugangs und Fragen von Barrierefreiheit auf vielen Ebenen. Im
besonderen öffnet Katharina Senk den Zugang und die Wahrnehmung
nonverbaler Künste wie den Tanz für ein sehbehindertes Publikum. Sie
ist eine Pionierin des neuen Formates Audiodeskription und damit eine
von fünf Spezialistinnen in Europa, hob Jurymitglied Christine
Standfest (ImpulsTanz) hervor.
Zwtl.: Organisation hochsensibler Daten in der Psychotherapiepraxis
Den Preis für das beste Projekt in der Kategorie Start-up erhielt
Selin Matun, BA (SFU) für ihre Gründung von Theradocx. Die Plattform
automatisiert die Transkription von psychotherapeutischen
Therapiesitzungen, erstellt strukturierte Verlaufsberichte und
ermöglicht eine weitere semantische und emotionale Analyse. Es setzt
sich zum Ziel, die Arbeitsbelastung von Psychotherapeuten in ihrer
täglichen klinischen Praxis deutlich zu verringern und geht damit ein
strukturell bedeutendes Problem im Bereich der psychischen
Gesundheitsversorgung an. Damit steht das start-up für eine starke
Verzahnung von angewandter künstlicher Intelligenz und medizinischer
Praxis. Die wissenschaftliche Fundierung, die frühzeitige Validierung
durch Anwender und das skalierbare SaaS-Modell machten es für die
Jury zum ausgewogensten und zukunftsfähigsten Kandidaten in dieser
Kategorie, sagte Jurymitglied Dr. Kasia Greco bei der Verleihung.