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Wirtschaftskammer appelliert: Geplante Lkw-Maut nochmals überdenken

Eisenstadt (OTS) – Die burgenländischen Betriebe stehen bereits jetzt
unter erheblichem
wirtschaftlichem Druck. Hohe Kosten, eine schwache Konjunktur und
zurückhaltende Investitionen belasten den Standort. Eine zusätzliche
Lkw-Maut im Burgenland wäre in dieser Situation kontraproduktiv und
das falsche Signal.

Zwtl.: Maut trifft Betriebe und Konsumenten

„Eine Lkw-Maut trifft nicht nur die Transporteure. Die
zusätzlichen Kosten ziehen sich durch die gesamte Wertschöpfungskette
und müssen von den Betrieben letztlich an die Burgenländerinnen und
Burgenländer weiterverrechnet werden. Damit werden vor allem die
Konsumenten belastet.“

Ob Schotter auf eine Baustelle geliefert wird, Milch in die
Regale kommt oder Möbel zugestellt werden: Wird der Transport teurer,
steigen auch die Kosten für Produkte und Dienstleistungen. Gerade
heimische Betriebe können die Wohnorte ihrer Kunden und Baustellen
nicht einfach umfahren und wären daher besonders betroffen.

Zwtl.: Maut belastet auch Vereine und Schulen

Und nicht nur das: Da die neue Lkw-Maut auch den individuellen
Busverkehr betrifft, würden die zusätzlichen Kosten ebenso Vereine,
Schulen und andere Organisationen treffen. Ob Vereinsausflug,
Schulausflug, Exkursion oder gemeinsame Fahrt zu einer Veranstaltung
– auch hier werden die Mehrkosten letztlich bei den Burgenländerinnen
und Burgenländern ankommen.

Die burgenländische Wirtschaft braucht Wachstumsimpulse,
Investitionen und Planungssicherheit. Als Alternative sollte geprüft
werden, ob es nicht sinnvoller wäre, die Übergewinne aus der
bestehende Straßenmaut über den Finanzausgleich wieder an die
Bundesländer zurückzuführen. Die Erlöse der ASFINAG aus der LKW-Maut
betrugen 2025 fast 1,8 Milliarden Euro. Damit würde die Finanzierung
breiter verteilt, statt einzelne Regionen und ihre Betriebe
überproportional zu belasten.

Die Wirtschaftskammer richtet daher einen klaren Appell an die
Mitglieder der Burgenländischen Landesregierung und des
Burgenländischen Landtages, vor einer Zustimmung zu einer heimischen
LKW-Maut die wirtschaftlichen Auswirkungen nochmals genau abzuwägen.

„Wir laden die politischen Entscheidungsträger ein, mit unseren
Unternehmerinnen und Unternehmern ins Gespräch zu kommen und sich ein
klares Bild davon zu machen, wie es der Wirtschaft im Burgenland
derzeit tatsächlich geht. Die Sorgen und Herausforderungen der
Betriebe müssen bei einer solchen Entscheidung berücksichtigt
werden.“

Die Wirtschaftskammer Burgenland appelliert daher an die
Verantwortlichen, die geplante Lkw-Maut nochmals zu überdenken und
gemeinsam nach Lösungen zu suchen, die den Wirtschaftsstandort
stärken, anstatt Betriebe und Konsumenten zusätzlich zu belasten.