Wien (OTS) – Die vom Landeshauptmann angekündigten politischen
Gespräche über die
geplante Lkw-Maut auf Landesstraßen im Burgenland sind aus Sicht der
Industrie ein wichtiges erstes Signal. Entscheidend ist jetzt,
gemeinsam eine Lösung zu finden, die zusätzliche Belastungen für
Unternehmen verhindert und keinen weiteren Preisdruck erzeugt.
„Dass noch einmal miteinander gesprochen wird, ist richtig und
notwendig. Unsere Erwartung ist aber klar: Am Ende muss eine Lösung
stehen, die die Betriebe nicht zusätzlich belastet und die Preise
nicht weiter nach oben treibt“, erklärt Sigi Menz, Obmann der Sparte
Industrie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Denn zusätzliche Kosten für den Güterverkehr treffen nicht nur
die Transportbranche. Für die Industrie ist eine leistungsfähige
Logistik unverzichtbarer Bestandteil der Wertschöpfung: Rohstoffe und
Vorprodukte müssen zu Produktionsstandorten, Komponenten zwischen
Betrieben und fertige Produkte zu Kunden und Märkten gelangen. „Wer
Transporte verteuert, verteuert damit auch industrielle Produktion.
Gerade angesichts des hohen internationalen Kosten- und
Wettbewerbsdrucks wäre eine zusätzliche Belastung das falsche
Signal“, so Menz.
Die Industrie lehnt die geplante Maut daher weiterhin ab. Umso
wichtiger ist es, die angekündigten Gespräche jetzt zu nutzen. „Es
braucht eine Lösung, die den Wirtschaftsstandort nicht mit neuen
Kosten belastet. Jetzt besteht die Chance, eine solche vernünftige
Lösung auf den Weg zu bringen“, so Menz abschließend. (PWK399/JHR)