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SPÖ-Bundesbildung Schmid bei Eröffnung des 61. Lehrgangs der Wiener Parteischule: „Demokratie braucht politische Bildung“

Wien (OTS) – Der 61. Lehrgang der Wiener Parteischule wurde eröffnet.
Der neue
Jahrgang der Wiener Bildungsakademie, benannt nach Franziska Fast und
Franz Siegel, startete mit einem Eröffnungswochenende in Neudörfl und
einem offiziellen Eröffnungsabend in Wien. Im Mittelpunkt standen die
Geschichte der Sozialdemokratie, aktuelle politische
Herausforderungen und internationale Entwicklungen. Dabei betonte der
Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildung Prof. Dr. Gerhard Schmid:
„Demokratie braucht politische Bildung. Gerade in Zeiten großer
gesellschaftlicher und internationaler Veränderungen müssen Menschen
politische Zusammenhänge erkennen, unterschiedliche Positionen
einordnen und ihre eigenen Überzeugungen argumentieren können. Genau
dafür steht die Wiener Parteischule seit Jahrzehnten.“ ****

Für den Vorsitzenden der SPÖ-Bundesbildung ist die Verbindung von
Wissen und politischem Engagement entscheidend: „Politische Bildung
darf nicht bei der Vermittlung von Fakten stehen bleiben. Sie soll
Menschen ermutigen, Verantwortung zu übernehmen, sich einzumischen
und unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Mit dem 61. Lehrgang
setzen wir diese wichtige sozialdemokratische Bildungstradition
fort.“

Mit Neudörfl wurde bewusst ein historischer Ausgangspunkt
gewählt: Bürgermeister Dieter Posch führte die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer in die Gründungsgeschichte der österreichischen
Sozialdemokratie und die Bedeutung des Neudörfler Parteitages von
1874 ein. SPÖ-Burgenland-Klubobmann Roland Fürst analysierte aktuelle
politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Der ehemalige
Bürgermeister von Wiener Neustadt, Dr. Bernhard Müller, zeigte anhand
seiner eigenen politischen Erfahrungen, welche Entwicklungen oftmals
hinter der öffentlichen Wahrnehmungsgrenze politischer Ereignisse
stattfinden, und spannte dabei den Bogen bis zur internationalen
Politik.

Beim offiziellen Eröffnungsabend in der Wiener Parteischule
richtete Petra Bayr, Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung
des Europarates und Präsidentin des Kuratoriums der Wiener
Bildungsakademie, Grußworte an den neuen Lehrgang. Begrüßt wurden die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer außerdem von Mag. Marcus Schober,
Vorsitzender der Wiener SPÖ-Bildung, Abgeordneter zum Wiener Landtag
und Absolvent des 28. Lehrgangs der Wiener Parteischule, Dr. Sascha
Obrecht, Direktor des Dr.-Karl-Renner-Instituts und Abgeordneter zum
Wiener Landtag, sowie Prof. Dr. Gerhard Schmid, Vorsitzender der SPÖ-
Bundesbildung und 3. Präsident des Wiener Landtages.

Wolfgang Markytan, SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer und seit
2006 Leiter der Wiener Parteischule, verwies dabei auf das Motto der
Wiener Bildungsakademie: „Die Menschen zum Denken zu bringen, zum
Sehen und Hören zu bringen – das ist unsere Aufgabe. Genau diesen
Anspruch versuchen wir mit der Wiener Parteischule umzusetzen. Wir
wollen Geschichte dort kennenlernen, wo sie stattgefunden hat, genau
hinsehen und zuhören und gleichzeitig über jene Fragen diskutieren,
die uns heute und in Zukunft beschäftigen.“

Die Benennung des 61. Lehrgangs nach Franziska Fast und Franz
Siegel soll dabei auch die Auseinandersetzung mit Persönlichkeiten
und Traditionen der sozialdemokratischen Bewegung fördern. „Die
Wiener Parteischule soll keine fertigen Antworten vorgeben. Unser
Ziel ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Wissen,
unterschiedliche Perspektiven und das politische Handwerkszeug
mitzugeben, um selbst Fragen zu stellen und Entwicklungen kritisch zu
beurteilen. Denn politische Bildung bedeutet für uns, Menschen zum
eigenständigen Denken zu ermutigen und sie dazu zu bringen, genau
hinzusehen und hinzuhören“, so Markytan.

Mit dem Eröffnungswochenende beginnt für die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer ein Ausbildungsjahr mit Vorträgen, Diskussionen,
Exkursionen und Begegnungen mit Persönlichkeiten aus Politik,
Wissenschaft und Gesellschaft. Damit setzt die Wiener Parteischule
auch in ihrem 61. Lehrgang den Anspruch der Wiener Bildungsakademie
fort: Menschen zum Denken, Sehen und Hören zu bringen. (Schluss) ls