Wien (OTS) – Der Fachverband der Pensions- und Vorsorgekassen begrüßt
den von
Bundeskanzler Christian Stocker vorgeschlagenen Zukunftsfonds als
positiven Impuls für die Weiterentwicklung der Alterssicherung in
Österreich. „Es ist positiv, bei der langfristigen Absicherung
unseres Pensionssystems weiter und bewusst breiter zu denken. Die
gesetzliche Pension ist und bleibt das Fundament der Alterssicherung.
Wir treten aber seit vielen Jahren dafür ein, sie durch
kapitalgedeckte Elemente zu ergänzen – nicht zu ersetzen“, so Andreas
Zakostelsky, Obmann des Fachverbands der Pensions- und Vorsorgekassen
in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Zwtl.: Es besteht Handlungsbedarf
Die demografische Entwicklung unterstreicht den Handlungsbedarf:
Heute kommen in Österreich rund drei Menschen im Erwerbsalter auf
eine Person im Pensionsalter, 2040 werden es laut Statistik Austria
nur noch 2,2 sein. Gleichzeitig steigt der Anteil der Menschen über
65 von rund 20 auf 26 Prozent.
Internationale Beispiele zeigen, dass eine Kombination aus
Umlageverfahren und Kapitaldeckung längst üblich ist. Mehr als zwei
Drittel der OECD-Staaten verfügen über öffentliche
Pensionsreservefonds. Schweden etwa ergänzt sein staatliches
Pensionssystem durch kapitalgedeckte Pufferfonds, die seit 2001 im
Durchschnitt rund sechs Prozent jährliche Rendite erzielten.
Zwtl.: An der internationalen Wirtschaftsentwicklung partizipieren
„Warum sollten nicht auch die Menschen in Österreich langfristig
stärker an der Wertschöpfung der internationalen Wirtschaft
partizipieren? Entscheidend sind ein langer Anlagehorizont, breite
Diversifikation und professionelles Risikomanagement. Die
österreichischen Pensionskassen zeigen seit mehr als 30 Jahren, dass
kapitalgedeckte Altersvorsorge professionell und langfristig
erfolgreich gemanagt werden kann“, so Andreas Zakostelsky.
Der Fachverband regt daher an – wie im Regierungsprogramm
vorgesehen – die Alterssicherungskommission mit einer gesamthaften
Betrachtung der Altersvorsorge zu befassen. „Wir sollten erste,
zweite und dritte Säule gemeinsam betrachten und prüfen, wie sie sich
im Interesse der Menschen bestmöglich ergänzen. Der Vorschlag des
Bundeskanzlers ist eine gute Gelegenheit, diese Diskussion ohne
ideologische Scheuklappen zu führen“, so Zakostelsky.
Über den Fachverband der Pensions- und Vorsorgekassen
Der Fachverband der Pensions- und Vorsorgekassen ist die gesetzliche
Vertretung aller Pensionskassen und Betrieblichen Vorsorgekassen.
Insgesamt vertritt der Verband über 5 Millionen Anwartschafts- und
Leistungsberechtigte. Die Pensions- und Vorsorgekassen veranlagen
über 50 Milliarden Euro und sind damit die größten privaten
Pensionszahler in Österreich.