Wien (OTS) – Mit dem Schuljahr 2026/27 startet der Chancenbonus des
Bildungsministeriums. Das Programm soll besonders belastete Schulen
zusätzlich unterstützen und umfasst auch Aufgaben, denen sich in Wien
das Projekt „Psychosoziale Unterstützung an Wiener Schulen“ mit
multiprofessionellen Teams der Psychosozialen Dienste in Wien (PSD-
Wien) an 29 Standorten in 3 Gemeindebezirken widmet. Das Schuljahr
2026/27 wird daher als Übergangsjahr genutzt: Gemeinsam mit den
Schulen wird der jeweilige Bedarf erhoben, die Unterstützung mit dem
Chancenbonus abgestimmt und der Einsatz der PSD-Teams schrittweise
bis zum Ende des Schuljahres zurückgeführt und danach beendet.
„Wien hat früh darauf reagiert, dass psychische und soziale
Belastungen längst auch im Schulalltag angekommen sind. Jetzt schafft
der Bund mit dem Chancenbonus zusätzliche Strukturen. Unser Anspruch
ist klar: Ein Systemwechsel darf nicht dazu führen, dass
funktionierende Unterstützung von einem Tag auf den anderen abbricht.
Deshalb gestalten wir diesen Übergang gemeinsam mit den Schulen und
sorgen dafür, dass niemand zurückgelassen wird“, sagt Peter Hacker,
Wiener Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport.
Im Mittelpunkt steht zunächst, bestehende Vertrauensverhältnisse
zu Schüler*innen und Schulpersonal zu sichern. Bereits begonnene
Unterstützungsprozesse werden geordnet abgeschlossen oder übergeben.
Gleichzeitig werden die Direktionen dabei begleitet, ihre künftigen
Bedarfe im Rahmen des Chancenbonus abzudecken. Die
multiprofessionellen Teams werden dafür im Laufe des Schuljahres
zunehmend flexibilisiert und von der kontinuierlichen Betreuung
einzelner Schulstandorte hin zu mobilen, bedarfsgerechten Einsätzen
weiterentwickelt. In Absprache mit der Bildungsdirektion können jene
klinischen Psycholog*innen, Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagog*
innen, die im auslaufenden Wiener Projekt tätig sind, im Rahmen des
Chancenbonus, der Schulsozialarbeit und der Schulpsychologie
aufgenommen werden.
Die Direktor*innenhotline für Krisenfälle bleibt das gesamte
Schuljahr 2026/27 bestehen.
„Für die Schulen ist entscheidend, dass dieser Übergang planbar
und gut abgestimmt erfolgt. Gemeinsam mit den Direktionen schauen wir
genau darauf, welche Unterstützung an den einzelnen Standorten
künftig gebraucht wird und wie die neuen Möglichkeiten des
Chancenbonus bestmöglich genutzt werden können. Bestehende Strukturen
werden dabei nicht abrupt beendet, sondern geordnet in das neue
System übergeführt“, betont Wiener Bildungsdirektorin Elisabeth
Fuchs.
Dennoch darf es zu keinen Doppelgleisigkeiten kommen. Bis zum
Ende des Schuljahres 2026/27 sollen die multiprofessionellen Teams
des PSD-Wien ihre Tätigkeit an den Schulen vollständig beendet haben
und schon davor bedarfsorientiert dort eingesetzt werden, wo sie in
der psychosozialen Unterstützung gebraucht werden.
Damit wird eine durchgehende psychosoziale Unterstützung während
der Übergangsphase gewährleistet und gleichzeitig eine klare,
nachhaltige Struktur für das Schuljahr 2027/28 durch den Chancenbonus
geschaffen.