Wien (OTS) – Das neue Schuljahr steht bevor – und die Probleme sind
nach sechs
Jahren Neos-Bildungspolitik weiterhin groß. „Die Chancen der Kinder
in Wien sind heute leider nicht größer als vor sechs Jahren – das ist
ein klares Versagen der Neos-Bildungspolitik“, so die Grünen
Bildungssprecher:innen Julia Malle und Felix Stadler.
Die Liste der Probleme ist lang: Nach wie vor sprechen viel zu viele
Erstklässler:innen in den Volksschulen nicht ausreichend Deutsch, um
dem Unterricht folgen zu können – obwohl sie zuvor einen Kindergarten
besucht haben. Auch die fehlende Durchmischung ist weiterhin ein
großes Problem. Gleichzeitig fehlen Schulsozialarbeiter:innen und
auch bei Plätzen für Kinder mit Behinderung gibt es weiterhin große
Lücken.
„Die Probleme an Wiens Schulen und Kindergärten werden einfach zu
mutlos angegangen: Chancengerechtigkeit für alle Kinder, eine gute
Elementarbildung mit guten Bedingungen für alle – all diese
Versprechen konnten die Neos bisher nicht halten“, kritisieren Malle
und Stadler. Auch angesichts der drückenden Hitze in diesem Sommer
seien von den Neos lediglich leere Ankündigungen gekommen. „Dass nun
endlich Querlüften in der Nacht erlaubt ist, ist das absolute
Minimum. Es fehlt nach wie vor ein ausgereifter Plan, wie die Kinder
in den kommenden Jahren vor der Hitze in den Schulen und Kindergärten
geschützt werden“, so Malle und Stadler.
Grüne fordern mehr Sprachförderkräfte und bessere Rahmenbedingungen
Auch die Deutschförderung im Rahmen einer verpflichtenden
Sommerschule werde nicht ausreichen, so Malle und Stadler weiter: „Es
braucht endlich kontinuierliche Deutschförderung in Wien – und zwar
in allen Kindergärten. Dafür braucht es mehr Sprachförderkräfte und
gute Rahmenbedingungen. Hier nur auf den Bund zu verweisen, bringt
nichts: Stadträtin Emmerling muss in Wien selbst aktiv werden.“
Auch für das Chaos in der Bildungsdirektion hat die zuständige
Stadträtin offenbar keine Lösungen. „Es ist weiterhin so, dass viele
Lehrkräfte auf ihr korrektes Gehalt und ihre richtige Einstufung
warten. Das kann nicht sein! Stadträtin Emmerling muss endlich dafür
sorgen, dass die Bildungsdirektion diese Probleme in den Griff
bekommt und rasch nachbessert“, so Malle und Stadler abschließend.